Neues vom Vorstand  


Liebe Bundesschwestern, liebe Bundesbrüder,

der meteorologische Frühling ist nun schon 2 Tage alt und der gefühlte Frühling ist nach meinem Eindruck direkt auf den Herbst nachgefolgt. Vor einigen Jahren habe ich Heinrich Heine zitiert, der gesagt hat, bei uns ist der Sommer nur ein grün angestrichener Winter. Wenn wir dem "Twitterfakelogen“ Donald Trump Glauben schenken wollten, wäre der Klimawandel, der solche Auswüchse mit sich bringt, ganz normales Wetter und die Gefahr einer Tempe- raturerhöhung von mehr als 2° C bis zum Ende dieses Jahrhunderts eine chinesische Erfindung. Dass unglaubliche Starkregenereignisse, Trockenperioden, Stürme von nie gekannten Ausmaßen und jeden Monat neue Rekordtemperaturen eine andere Sprache sprechen sind alles nur Erklärungen von Spinnern, also "Fakenews“! Diese Art von autokratischen Selbstdarstellern, die unsere wunderschöne Welt nicht in der jetzigen Form bestehen lassen wollen, wird erschreckend schnell immer größer. Da gibt außer Trump, der glaubt wirtschaftliche Alleingänge würden auf Dauer die Amerikaner als wichtigste Nation weltweit in eine Supermacht verwandeln und deshalb letztlich über Krieg oder Frieden entscheiden. Putin ist da ganz offensichtlich völlig anderer Meinung: der bombt als Unterstützung für den syrischen Diktator Assad in Nordsyrien Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten mit hunderten von zivilen Opfern in Grund und Boden. Da gehört der türkische Präsident Erdogan, der auf der Gegenseite agiert genauso zu den Kriegstreibern und Verbrechern, der nun mit dem Einmarsch von Landtruppen versucht Kurdengebiete zu erobern. Jetzt transportiert er Kriegsflüchtlinge an die EU Grenzen, um die Europäer zu erpressen. Im vergangenen Sommer hat er von Russland Flugabwehrsysteme und andere Waffen bezogen und die Nato in Frage gestellt, nun verlangt er Beistand von den Natopartnern in dem von ihm angezettelten Konflikt in Syrien.
Das nächste Fass, dass im Nahen Osten aufgemacht wurde, ist Libyen. Dieser Staat leidet unter kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Rebellen und der "noch“ international anerkannten Regierung, die jedoch nur noch Teile von Tripolis beherrscht. Internationale Verträge, die ein Waffenembargo durchsetzen sollten, werden überhaupt nicht akzeptiert und selbst die EU kann sich nicht einigen. International gesehen ist die EU ein Trümmerhaufen. In vielen Fragen uneinig und deshalb auch völlig machtlos. Nun kann ich über Trump und seine Weltsicht nicht mal mehr lächeln, aber Geld regiert die Welt und mit nicht mehr akzeptierten Handelsbeziehungen lassen sich ganz sicher Druckpositionen aufbauen, die Regierungen beeinflussen würden. Innereuropäisch wären entsprechende Maßnahmen für Polen oder Ungarn sicher sehr hilfreich, auch die Verhandlungen zwischen dem "Brexitland“ Großbritannien und der Europäischen Union ließen sich mit "Dampf unterm Kessel“ beeinflussen. Der Rechtsruck zu nationalistischen Entscheidungen wird weltweit immer größer, obwohl eigentlich jeder denkende Mensch erkennen müsste, dass internationaler Handel den Wohlstand erst ermöglicht und stützt. Allerdings müssen dafür unbedingt die Gefahren, die mit der Globalisierung und dem Internethandel verbunden sind, durch entsprechende gesetzlich geregelte internationale Kriterien überwacht werden. Für uns in Deutschland habe ich einen so deutlich erkennbaren politischen Rechtsruck nicht erwartet. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass ein Ausspruch überhaupt möglich wäre, wie er von dem AfD Vorsitzenden Gauland gemacht worden ist: "In der Geschichte Deutschlands sind die zwölf Jahre Nationalsozialismus nicht mehr als ein Vogelschiss“. Das ist eine ungeheuerliche Verhöhnung der Opfer des Naziregimes. Jetzt stehen in den Medien beinah täglich neue Meldungen über rechtsradikale Verbrechen. Das ist einfach nur entsetzlich. Darum halte ich die Meldepflicht solcher Drohungen oder Ankündigungen in den sozialen Netzwerken durch die Netzbetreiber für umgehend erforderlich.
Nun aber ein erfreulicheres Thema:
Die Bundestagung anlässlich unseres 100jährigen Bestehens am zweiten Wochenende im Oktober im Quaet-Faslem-Haus hatte mit 62 Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen, für unsere Verhältnisse wirklich guten Besuch. Die im September aufgebaute und bis Januar gezeigte Ausstellung über die "Baugewerkschule“, die Corporationen und unseren Rühmkorffbund waren bei unserer Versammlung ein interessanter Rückblick auf lange vergangene Zeiten. Sie wurde jedoch in den darauf folgenden Monaten nach Auskunft der Mitarbeiter des Museums überwiegend von interessierten Nienburger Bürger/innen besucht. Die ausgestellten Exponate haben wir nach dem Abbau dem Museum übergeben, um so den Erhalt unserer "Reliquien“ zu sichern.
Der Vortrag auf unserer Bundestagung über die vergangenen 100 Jahre hat, trotzdem es ein recht umfangreiches Zahlenwerk enthielt, zu meiner Freude großes Interesse geweckt, so dass nun in den nächsten beiden Freundschaftsbänden eine Gesamtfassung erscheinen wird. Mein Problem bei der Erarbeitung des Vortags war: in allen Freundschaftsbändern war die Ehrfurcht vor und die Liebe zu unserem Namensgeber so eindringlich geschildert, dass es für mich immer schwerer wurde, Artikel unbeachtet zu lassen. Ich hoffe, sie haben Zeit und Muße, um in aller Ruhe in die Vergangenheit einzutauchen.
Als wichtige Neuerung hat die Bundesversammlung auf Vorschlag des Bundesvorstands einstimmig beschlossen, den Jahresbeitrag ab 2021 auf 30 € festzusetzen. Ich hoffe, dass Sie mit dieser "Preiserhöhung“ leben können, um so den Fortbestand unseres Freundschaftsbundes noch einige Jahre zu gewährleisten. Ein Rat noch von der Polizei zum Abschluss dieses Vorworts: Schreiben Sie die Jahreszahl in diesem Jahr möglichst vierstellig, also "2020“, um eine Fälschung zu verhindern. Bei der zweistelligen Schreibweise der Jahreszahl, also nur "20“ ist eine Fälschung durch das Hinzufügen von zwei Zahlen zwischen "11“ und "19“ sehr leicht möglich.
Nun wünsche ich Ihnen einen wunderschönen Frühling, einen Sommer zum Genießen, Spaß beim Lesen unseres Freundschaftsbandes, eine gute Gesundheit und viel Freude am Leben.

Ihr Lüder Beermann


Mit bundesbrüderlichen Grüßen
Ihr Lüder Beermann



Protokoll zur Jahreshauptversammlung des Rühmkorffbundes am 12. Oktober 2019 im Zeichensaal des Quaet-Faslem-Hauses in Nienburg

Tagesordnung:   TOP 1 Begrüßung; Feststellung der Beschlussfähigkeit; Geschäftsbericht des Vorstandes
  TOP 2 Anträge zu § 8 der Satzun
  TOP 3 100 Jahre Rühmkorffbund
  TOP 4 Bericht vom Museum
  TOP 5 Kassenbericht
  TOP 6 Erhöhung des Jahresbeitrages
  TOP 7 Bericht der Kassenprüfer
  TOP 8 Entlastung des Vorstandes
  TOP 9 Wahlen gemäß Satzung
  TOP 10 Ehrungen
  TOP 11 Verschiedenes

Jubiläums-Bundestagung 1919 100 Jahre Rühmkorffbund - 2019

Zu TOP 1
Im Wohnhaus des Gründers der ehemaligen Baugewerkschule, im Zeichensaal des Quaet-Faslem- Hauses, konnte der Bundesvorsitzende Lüder Beermann, 42 Bundesschwestern und Bundesbrüder mit ihren Gästen zur Jubiläums-Bundestagung mit großer Freude begrüßen.
Zur Bundestagung war im Freundschaftsband fristgerecht eingeladen worden und die Versamm- lung war damit auch beschlussfähig.
Nach der Begrüßung bat der Bundesvorsitzende die Anwesenden sich zu erheben, um der im letzten Geschäftsjahr verstorbenen Bundesbrüder zu Gedenken.
Er verlas die Namen der Verstorbenen und bedankte sich für die entgegengebrachte Anteilnahme. Der Geschäftsbericht hielt sich, aus bekannten Gründen, im Rahmen und wurde vom Bundesvorsit- zenden kurz und schmerzlos abgewickelt.
Zur Vorbereitung der Jubiläums-Bundestagung hatte der Vorstand sich einige Male getroffen und er hat auch bei der Ausstellung im Museum mit Hand angelegt.

Zu TOP 2
Anträge zu § 8 der Satzung waren nicht eingegangen!

Zu TOP 3
Der Rühmkorffbund wurde am 29./30. November 1919 gegründet und diese Bundestagung diente auch der Ehrung des Bundes zum 100-jährigen Bestehen.
Die Festrede, die im Großen und Ganzen die Entwicklung des Bundes noch einmal vor Augen führt, wurde von Lüder Beermann am Ende der Bundestagung gehalten. Auf die Festrede wird in diesem Protokoll nicht weiter eingegangen, sie erscheint in vollem Wortlaut im Freundschaftsband.

TOP 4
Die Museumsleiterin, Frau Nowak-Klimscha, entschuldigte ihre Abwesenheit, wünschte der Jubi- läums-Bundestagung einen guten Verlauf und hatte den „Jahresbericht 2018/19 mit Ausblick auf 2020“ dem Bundesvorsitzenden zukommen lassen, der daraus dann auch zitierte.

TOP 5
Der Kassenbericht von Bundesschatzmeister Klaus-Günter Behrmann zum 30.09.2019 zeigte auf, dass die beschlossenen Sparmaßnahmen gegriffen haben. Durch schwindenden Mitgliederzahlen (ca. - 25 / Jahr) nehmen die Kassenbestände jedoch trotzdem ständig ab.

Die Mitgliederentwicklung im letzten Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar: Mitgliederbestand am 01. Oktober 2018: 422
Verstorben im Geschäftsjahr 2018/2019: 18
Austritte / unbekannt verzogen: 4
Mitgliederbestand am 01. Oktober 2019: 400

TOP 6
Der Bundesschatzmeister zeigte weiterhin auf, dass unter dem gegebenen Mitgliederschwund ein Fortbestand des Rühmkorffbundes nur noch bis 2025 möglich ist.
Zu der schon im Vorjahr angekündigten Beitragserhöhung von 25,00 € / Jahr auf 30,00 € / Jahr gab es bereits eine Umfrage unter den Bundesmitgliedern, die mit 39 Stimmen für und 7 Stimmen gegen eine Erhöhung ausging.
Diese Beitragserhöhung, die erste seit der Umstellung auf EURO (2002), wäre kein Allheilmittel, würde aber den Fortbestand des Bundes bis Ende 2027 sichern!
Folgender Beschluss-Vorschlag wurde der Versammlung zu Abstimmung gestellt:
„Der Jahresbeitrag für den Rühmkorffbund wird ab 01.01.2021 auf 30,00 € erhöht!“ Der Vorschlag wurde bei Anwesenheit von 42 stimmberechtigten Bundesmitgliedern einstimmig angenommen!

TOP 7
Die Bundesbrüder Gerd Pfisterer und Karl-Heinz Schulte haben die Kasse des Rühmkorffbundes am 07.10.2019 geprüft.
Bundesbruder Schulte bescheingte dem Bundesschatzmeister eine ordnungsgemäße, sachlich und rechnerisch richtige Kassenführung. Er bedankte sich bei Bundesbruder Behrmann und dessen Frau Beate für die exakte Arbeit.
Am Ende seiner Ausführungen beantragte Bundesbruder Schulte die Entlastung des Vorstandes.

TOP 8
Die Entlastung des Vorstandes erfolgte, bei Enthaltungen der Vorstandsmitglieder, einstimmig! Der Bundesvorsitzende Lüder Beermann bedankte sich, auch im Namen seiner Vorstandsmitglieder, bei der Versammlung für das entgegengebrachte Vertrauen.

TOP 9
Vorstands-Neuwahlen standen diesmal nicht an und durch Wiederwahl bleiben die Kassenprüfer Bundesbruder Karl-Heinz Schulte, Friedel Berghorn und Gerd Pfisterer weiterhin im Amt.

TOP 10
Ehrung des Bundesvorsitzenden
Nachdem der Bundesvorsitzende, Lüder Beermann, im Vorjahr für seine 20-jährige Vorstandsarbeit geehrt wurde, stand dieses Jahr eine weiteres Jubiläum für ihn an.
Seine Vertreterin, Bundesschwester Inge Knackstedt, übernahm die Aufgabe der Gratulation gerne und ehrte den Jubilar für seine 50-jährige Mitgliedschaft im Bund!
Inge Knackstedt bedankte sich beim Bundesvorsitzenden auch noch einmal ausdrücklich für die um- fangreiche Aufarbeitung der Geschichte des Rühmkorffbundes zu dessen 100-jährigem Bestehen.

Ehrungen der weiteren Jubilare
Im Freundschaftsband wurden alle zu ehrenden Bundesschwestern / -brüder namentlich genannt und zusätzlich noch schriftlich zur Bundestagung eingeladen. Wie in den Vorjahren waren jedoch nur einige wenige Jubilare gekommen, um ihre Auszeichnung persönlich entgegen zu nehmen.

Der Vorsitzende und der Schatzmeister konnten folgende angereisten Bundesbrüder ehren!!!

Für 50-jährige Mitgliedschaft (Eintritt 1969):
Lüder Beermann, Landesbergen Wolfgang Pfuhl, Nienburg

Für 60-jährige Mitgliedschaft (Eintritt 1959):
Dieter Hellmann, Hannover Joachim Kasseck, Obernkirchen Heinz Lehnert, Porta Westfalica Friedbert Ronge, Neustadt Heinz Tegtmeier, Obernkirchen

Für 65-jährige Mitgliedschaft (Eintritt 1954):
Kristian Düerkop, Bielefeld Rudolf Düvelshöft, Obernkirchen Wilhelm Schleicher, Nienburg

TOP 11
Zu dem Punkt Verschiedenes lagen keine Anträge vor und es gab es auch keine Wortmeldungen!

Der Bundesvorsitzende beendete die Jubiläums-Bundestagung gegen 12:00 Uhr, von den Jubilaren wurden noch die obligatorischen Fotos geschossen, um dann das gemeinsame Essen im Zeichen- saal des Quaet-Faslem-Hauses einzunehmen.
Von der Landschlachterei Hüppe wurde ein sehr üppiges, abwechslungsreiches und schmackhaftes Buffet angeboten und für die nötigen Getränke gesorgt.
Der gesellige Teil, mit so manchem Rückblick auf die vergangene Studienzeit, kam auch nicht zu kurz und am Ende der Veranstaltung traten wohl fast alle Rühmkorffer, rundum zufrieden, ihren Heimweg aus der alten Studienstätte an!



   100 Jahre Rühmkorffbund  


Der Rühmkorffbund und die Baugewerkschule zu Nienburg Teil 1

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden im Königreich Hannover von der Staatsregierung gewerbliche Fortbildungsschulen in verschiedenen Städten des Landes gegründet. Dem selbstlosen Einsatz des städtischen Bausenators Bruno Emmanuel Quaet-Faslem ist es zu verdanken, dass in Nienburg im Jahre 1831 die so genannte Realschule eingerichtet wurde.
• Quaet Faslem ist in Dendermonde in Belgien geboren und war im Zuge der Eroberungszüge Napoleons als Straßenbaumeister nach Nienburg gekommen. Nachdem Napoleon 1813 eine vernichtende Niederlage erlitten hatte und sich zurückziehen musste blieb Quaet-Faslem in seinem "adoptierten Vaterlande“. Er machte sich um Nienburg durch viele erfolgreiche Vorhaben verdient. So sorgte er dafür, dass die Eisenbahnlinie Hannover Bremen über Nienburg geführt wurde und nicht wie ursprünglich geplant über Schwarmstedt.
• Bis zu seinem Tod im Jahr 1851 übernahm er neben seinen übrigen Aufgaben selbst die Leitung. Ziel war es, begabte Handwerksgesellen vorwiegend aus dem Zimmererund Maurerberuf in einigen Abendstunden fortzubilden. Er versuchte schon sehr früh die private Realschule durch eine Übernahme des Königreichs Hannover im Bestand zu sichern.
• Endlich, am 17. Oktober 1853 Übernahme der Schule durch das Königreich Hannover als "Staatsanstalt“ mit der Bezeichnung "Königliche Hannoversche Baugewerkschule“. Schon von Anbeginn an kamen die Schüler aus ganz Deutschland, das zu jener Zeit aus vielen Kleinstaaten bestand. Auch aus dem Ausland, wie aus Russland, Frankreich und der Schweiz meldeten sich Schüler an und wurden aufgenommen. Die Unterrichtszeiten waren von morgens 7.00 Uhr bis abends 8.00 Uhr festgelegt mit insgesamt 2 Stunden Pause zur Einnahme des Frühstücks, des Mittagessens und der Vesper.. Das Schulgeld betrug 10 Courant (entspricht etwa 130 RM)
• DieGrundvoraussetzungenfürdieAufnahmealsSchülerwaren:einZeugnis,dasserwenigstens zwei Sommer hindurch sein Gewerbe im Dienste eines Meisters ausgeübt hat, ein Sittenzeugnis und eine Prüfung, dass er "diktierte“ leichte Sätze einigermaßen richtig und leserlich nachschreiben kann und die im gewöhnlichen Leben üblichen Rechenarten mit ganzen Zahlen auszuführen versteht. Für Bauhandwerker, "die auf der Wanderschaft begriffen sind, genügt die Vorlegung des Wanderbuches“.
• Der Unterricht wurde ab 1853 von dem ersten Direktor, dem "Landbauconducteur Rhien“ ab 1865 "Landbauinspekteur“ und ab 1866 "Königlicher Baurath“erteilt. Ihm zur Seite standen 7 weitere Lehrer, nämlich der Architekt Schweitzer, der Dr. phil. Ritter, die Lehrer Bessell, Rabe, Eberhardt, der Bildhauer Märtens und der Zimmerermeister Ernsting. Das Unterrichtshalbjahr begann Mitte Oktober und dauerte bis Mitte März.
• Im ersten Jahr fand der Unterricht in einem "gemieteten Locale“ statt, dem v. Crammschen Burgmannshof am Ende der Leinstraße neben der Einmündung der Mindener Landstraße. Dort wurden 53 Schüler unterrichtet, aufgeteilt in 2 Klassen. Die "Staatsanstalt“ diente der Ergänzung der Meisterlehre lt. Ausbildungsverordnung von 1850. Das angestrebte Ziel: die angehenden Meister in 3 Winterhalbjahreskursen in den folgenden "Lehrgegenständen“ zu unterweisen:

Dritte (untere) Klasse
• Deutsche Sprache (Rechtschreibung, kleine Aufsätze)
• Zahlenrechnen (Grundoperationen in ganzen Zahlen und Brüchen, Dezimalbrüche, Verhältnisse
und Proportionen, Wurzelausziehen, Gleichungen vom 1. Grade)
• Ebene Geometrie (Linien, Winkel, ebene Figuren, Kongruenz der Dreiecke und Parallelogram- me, Proportionallinien, Umfangsund Flächeninhaltsberechnungen)
• Geometrisches Zeichnen und darstellende Geometrie nebst ihren Anwendungen auf die Darstel- lung von Holz-, Stein etc. Verbindungen, Dachzerlegung und die Ausmittelung der Brettungen (z. B. für Korbbögen) für den einfachen Steinschnitt.
• Naturlehre (allgemeine Übersicht aller Teile der Naturlehre)
• Bauzeichnen (Abzeichnen einfacher und zusammengesetzter Baukonstruktionen, Aufrisse, Grundrisse und Durchschnitte von Gebäuden, Details, Maschinenteile, Möbeln etc.)
• Handund Ornamentzeichnen (Konturen und Federzeichnen) Zweite (mittlere) Klasse
• Deutsche Sprache (Satzlehre, Interpunktion, Geschäftsaufsätze)
• Algebra (Wurzelausziehen, Potenzen, Gleichungen)
• ebene und körperliche Geometrie (Ähnlichkeit der Figuren, Polygone, Kreis, Lage der Linien und Ebenen zueinander, Körpermessung)
• DarstellendeGeometrieinihrerAnwendungaufDarstellungundAusmittlungderDachverbindungen, Gewölbe, Treppen, schwierigen Steinschnitt, Maschinenteile etc, Schattenkonstruktion und Perspektive
• Technische Naturlehre (mechanische Kräfte und deren Wirkung, Schwerpunkt, einfache und zu- sammengesetzte Maschinen, Druck des Wassers, der Luft, Wasserhebemaschinen)
• Baukunde (Lehre von den Baukonstruktionen des Steinhauers, Maurers, Zimmermanns und Dachdeckers) und Bauzeichnen (Grundrisse, Aufrisse und Durchschnitte, Konstruktionen Säu- lenordnungen, Gesimse, Details)
• Mühlenbau
• Baumaterialienlehre unter der Nutzung der Sammlungen
• Ornamentzeichnen nach Vorlagen
• Modellieren in Holz und Stein

Erste (obere) Klasse
• Deutsche Sprache (erweiterte Übungen im schriftlichen und mündlichen Vortrag)
• Gewerbliche Buchhaltung
• Algebra, ebene und körperliche Geometrie (Repetitionen und Übungen)
• Praktische Geometrie (Aufnahme von Bauplätzen und größeren Grundstücken, Straßen, Stadt- teilen etc.)
• Nivellieren (Abwägen von Gefällen auf Bauplätzen, in Straßen, Kanälen, Flüssen)
• Planzeichnen
• Technische Naturlehre (Festigkeit-, Mechanik der Baukunde, Baubetriebsmaschinen)
• Baukunde (Baukonstruktionen für den Ausbau der Gebäude, Baugrund und Grundbau, Ausarbei- tung von Bauentwürfen und Bauanschlägen, Bauzeichnen und Baupolizei)
• Mühlenbau
• Ornamentzeichnen nach Vorlagen und Modellen
• Bossieren in Ton und Gips, Modellieren in Holz und Stein Jedes Halbjahr hat wöchentlich 50 Stunden und dauert von Mitte Oktober bis Mitte März
Bei der Aufnahme hatte jeder Schüler die nachstehend aufgeführten Gesetze der Baugewerkschule zu befolgen:
• sich in der Schule und außerhalb derselben eines anständigen und gesitteten Betragens zu be- fleißigen;
• den Anordnungen des Direktors und der Lehrer pünktlichen Gehorsam zu leisten;
• gegen seine Mitschüler einen wohlwollenden, verträglichen und versöhnlichen Sinn zu zeigen;
• das Eigentum der Schule nach besten Kräften zu schonen und jeden Schaden der aus Absicht oder Fahrlässigkeit durch ihn entsteht aus eigenen Mitteln zu ersetzen;
• alle Lehrund Arbeitsstunden welcher seiner Klasse zugewiesen sind, regelmäßig zu besuchen, den monatlichen Repetitionen und Schlussprüfungen beizuwohnen und über jede unvermeidliche Versäumnis eine glaubwürdige, schriftliche Entschuldigung beizubringen. Er ist streng verpflichtet:
• im Schulhause des Tabakrauchens sich zu enthalten:
• so lange er der Schule angehört, die Herbergen nicht zu besuchen;
• in keine geheime Gesellen-Verbindung zu treten;
• An der Anstalt bestehen seit Jahren zwei von der Direktion erlaubte Vereine. Der wissenschaft- liche Verein "Hochbau“ und der "Gesangverein“. Die Teilnahme an diesen ist allen Schülern gestattet. Die Teilnahme an allen anderen Vereinen, (Turnvereinen u. s. w.) bedarf der vorher einzuholenden Genehmigung des Direktors.
• Unterrichtsstunden jeder Art, vor allem solche im Tanzunterricht dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Direktors besucht werden.
• die Genehmigung des Direktors einzuholen bei der Aufnahme zum Wohnen in einem Wirtshause
• alles Schulden machen in Gastund Wirtshäusern zu vermeiden und
• bei der Aufnahme dem Direktor die Beachtung dieser Gesetze, wovon ein Exemplar ihm überge- ben wird, mit dem Handschlage zu bestätigen. Ausführungsbestimmungen (Auszüge):
• "Vermeint ein Schüler, dass ihm seitens eines Lehrers irgendwie Unrecht geschehen sei, so hat er sich zunächst während der Unterrichtszeit schweigend zu unterwerfen und erst nach der Unterrichtszeit, außerhalb der Klasse, dem betreffenden Lehrer in bescheidener Weise seine Sache vorzutragen. Wenn der Schüler nicht vorher diesen Weg der Verständigung betreten hat, werden seine etwaigen Beschwerden über den Lehrer von dem Direktor nicht angenommen.“
• "Unehrenhafte und unanständige Elemente (falls solche sich wider Erwarten unter den Schülern befinden sollten) werden behufs Aufrechterhaltung des guten Rufes der Anstalt unnachsichtig beseitigt.“
• "Geistige Getränke dürfen in der Anstalt nicht genossen, noch in dieselbe mitgebracht werden!“
• Trotz des Verbotes, sich einer geheimen Gesellen-Verbindung anzuschließen, wird bereits am 30. Oktober 1854 der Club "Minerva“ gegründet aus dem 1858 das Corps "Hannoverania“ hervorgeht. 1860 gründet sich unter Mithilfe der Hannoverania die "Bremensia“. Im gleichen Jahr wird die Verbindung "Concordia“ gegründet und 1863 die "Verbindung Germania“. Von diesen Verbindungen haben sich bis zum Ende der FH die folgenden Vereinigungen gehalten: das "Corps Hannoverania“ unter gleichem Namen, die "WTV Teutonia Concordia“, die aus der "Concordia“ entstanden ist und das "Corps Borussia“, das seine Entstehung auf die "Germania“ zurückführt. Die Gründung dieser Verbindungen wird von dem Direktorat stillschweigend geduldet, es nehmen oftmals sogar Lehrer an den Veranstaltungen der Verbindungen teil. Weil heute derartige studentische Zusammenschlüsse häufig als reaktionär in Verruf geraten sind, verbot Reichskanzler Bismarck 1888 gleich nach der Ernennung Wilhelm II. zum Kaiser sämtliche studentischen Vereinigungen und Verbindungen. Zum Einen wegen des Verdachts auf revolutionäre Umtriebe. Zum Anderen war Wilhelm II Bursche der "Borussia Bonn“ und wollte keine "Schmalspurstudenten“ dulden. Geholfen hat es nur sehr bedingt, die Kommerse wurden zu Stammtischen, die außerdem hinter verschlossenen Türen und zugezogenen Fenstervorhängen stattfanden. Zudem wurden die Teilnehmer nur mit Decknamen "Bierspitz“ angeredet, um evtl. Lauschern keinen Hinweis auf die tatsächlichen Namen zu geben.
• Im Winterhalbjahr 1855 wird das neue, geräumigere Gebäude am Schlossplatz in Betrieb genommen. Dieser Neubau ist der Ursprung für die von der FH bis zum Ende des Bestehens genutzten Räume am Schloßplatz.
• 1866 wird nach der Annektierung Hannovers durch Preußen aus der "Königlich Hannoverschen Baugewerkschule“ die "Königlich Preußische Baugewerkschule“.
• Die Schülerzahl nimmt stetig zu, so waren im Winter 1865/66 bereits 267 Schüler eingeschrieben. Damit war es erforderlich, den Lehrkörper zu vergrößern, was auch kontinuierlich geschah.
• 1866 wird noch ein zusätzlicher, besonderer Kursus mit einer Dauer von einem Winter eingerichtet, und zwar für Bauhandwerker, die ihr Gewerbe in beschränktem Umfang auf dem Lande ausüben wollen. Der Lehrinhalt ist praktisch deckungsgleich mit dem der Dritten (unteren) Klasse. Er besteht aus den Fächern: Deutsche Sprache (Rechtschreibung und Geschäftsaufsätze); Schreiben; Zahlen und Rechnen; Geometrisches Zeichnen, Baukunde und Bauzeichnen (Konstruktionen, Entwürfe, Kostenanschläge, Baupolizeiliche Vorschriften) und Modellieren (in Holz und Stein).
Gesamtstundenzahl wöchentlich 58 Stunden! Die Schüler wurden als "Landhandwerker“ bezeichnet. Diese Ausbildung wird bis einschließlich 1869 angeboten.
• Bald schon werden weitere umfangreiche Ergänzungsbauten notwendig, die in den Jahren 1878 und 1896 ausgeführt werden, um damit die Erhöhung auf 10 Klassen zu ermöglichen. In den Klassen werden jeweils 30 Schüler unterrichtet.
• Bis zum Jahr 1878 wird der Unterricht ausschließlich in den Wintermonaten erteilt da die meisten Schüler im Sommerhalbjahr für ihren ganzjährigen Lebensunterhalt müssen sorgen.
• 1879 wird das Sommerschulhalbjahr eingeführt. Die Klassengröße wird weiterhin auf 30 Schüler begrenzt. Bei höheren Anmeldungszahlen werden weitere Klassen eingerichtet.
• Weil die Anforderungen in den Ausbildungsfächern ständig steigen, wird die Ausbildungsdauer ab 1883 auf vier Halbjahre erhöht. Wobei den Schülern ans Herz gelegt wird, diese Zeit mög- lichst ganzjährig ohne Unterbrechung zu absolvieren.
• Im Jahr 1890 wird ein weiteres Fach, der "Samariterkurs“ dem Lehrplan hinzugefügt, da es zur höchsten Verantwortung eines Baugewerkmeisters gehört, sich für die Gesundheit der Bauhand- werker einzusetzen.
• Im Januar 1899 legt ein Ministererlass den Lehrplan für alle Staatlichen Baugewerkschulen, das Unterrichtsverfahren und dazu die Stoffverteilung einheitlich fest. Die Ausbildung erfolgt in vier Klassen, von denen die vierte und die dritte Klasse den gemeinsamen Unterbau bilden, die die zweite und die erste Klasse in Hochund Tiefbau getrennt unterrichtet werden. Damit soll den technischen Bauanlagen (Zentralheizungen, Beleuchtungseinrichtungen, Abwasseranlagen) ein größerer Unterrichtsanteil zugebilligt werden.
• Ab Winterhalbjahr 1900 Erweiterung der Ausbildung um eine "Vorklasse“. In dieser sollen "nicht ausreichend vorgebildete“ Schüler die Gelegenheit erhalten, sich die, für den Besuch der "Baugewerkschule“ notwendigen Kenntnisse anzueignen.
1903feiertdieBaugewerkschuleihr50-jährigesBestehen.DieZahlderSchülernimmtaufgrund des hervorragenden Rufes der Lehranstalt schnell zu. Die Anmeldungen kommen aus dem gesamten Reichsgebiet und so müssen die nächsten Erweiterungsbauten geplant und erstellt werden. Diese Pläne werden von den Schülern selbst erarbeitet und führen damit zu einem noch stärkeren Zugehörigkeitsgefühl zur Bauschule.
• 1908 Neugestaltung des Baukonstruktionsunterrichts: Der Bau eines kleinen Hauses mit allen planerischen und statischen Aufgaben wird von Beginn des ersten Schulhalbjahres durchgeplant, die Aufgabenstellung mit jeder darauf folgenden Klasse verfeinert und schwieriger. So entsteht eine Ausbildung, die aufgrund der zunehmend anspruchsvolleren Aufgabenstellung eine Neufestlegung der Ausbildungszeit und -art erforderlich macht.
• 1919 deshalb Verlängerung der Ausbildungszeit auf 5 Halbjahre. Unterrichtserteilung in den ersten 3 Klassen für Architekten und Bauingenieure gemeinsam, die zweite und die erste Klasse werden jeweils fachspezifisch unterrichtet.
• Die Gründung unseres Bundes am 29./30. November im "Anker“ ("jenseits des Jordans“) wird ermöglicht, da das Kaiserreich durch die Gründung der "Weimarer Republik“ abgelöst und somit das Verbot von Vereinigungen und Verbindungen aufgehoben worden ist.
• Unser Namenspate "Rühmkorff“ wird am 12. Jan. 1844 in Klein Solschen im Kreis Peine als Sohn eines Landwirts geboren. Er stirbt nach mehreren Schlaganfällen am 09. Oktober 1921. Seine Ausbildung zum Lehrer für Mathematik dauert von 1962 1864. Nach einer Lehrerstelle an einer höheren Privatschule in Worpswede fällt der Beginn seiner Lehrtätigkeit an der Baugewerkschule auf das Wintersemester 1869. Um seine Kenntnisse zu vertiefen, besucht er in den Sommersemestern ab 1874 bis 1904 mit Unterbrechungen das Polytechnikum, die heutige TH in Hannover, die Universitäten in Bonn und Berlin. Sein Studium gilt vorwiegend der Mathematik und der Darstellenden Geometrie, also den Fächern, die er auch unterrichtet. Seine Fähigkeiten werden letztendlich durch die Verleihung des Titels "Professor“ gewürdigt.
• Die Ehrungen anlässlich seines Jubiläums sind so zahlreich und von so bekannten Persönlichkeiten vorgebracht, dass deren Aufzählung den Rahmen unserer Feier sprengen würde. Stellvertretend erwähne ich nur den Namen eines Schülers, den des Prof. Georg Süßengut, Erbauer des Hamburger Hauptbahnhofes der auch das Rathaus in Charlottenburg sowie viele andere öffentliche Gebäude geplant und gebaut hat. Sie sehen, die älteste königlich preußische vorher königliche, hannoversche Baugewerkschule zu Nienburg hat von Beginn an hervorragend ausgebildete Architekten und Ingenieure hervorgebracht.
• Bereitsam01.11.1909,anlässlichdes40.DienstjubiläumsundeinergroßzügigenSpendedesStifters, wird die "Rühmkorffstiftung " gegründet, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, von dem Stiftungskapital von 3.388,86 RM und dessen Zinsen "würdige Schüler“ mit einem Stipendium in Höhe von 100 Mark zu unterstützen. Eine Maßnahme, die in ähnlicher Form durch unseren Bund während des Bestandes unserer Lehranstalt übernommen und weiter geführt wurde. Nur wurde unsere Unterstützung dem Lehrinstitut übergeben, um damit zusätzliches Ausbildungsmaterial zu beschaffen.
• Die Rühmkorffmütze in Form und Farben wird im Jahr 1922 von den Mitgliedern ausgewählt und kann danach von den Mitgliedern beschafft werden.
• In diesem Jahr wurde auch die 1. Mitgliederliste herausgegeben. 770 Architekten, Baumeister, Ingenieure und Techniker sind namentlich aufgeführt. Die meisten unserer Bundesbrüder waren zu jener Zeit bei der Reichsbahn beschäftigt.
• Im Jahr 1924 gab es bereits 12 Ortsgruppen und zwar in Groß Berlin, Bielefeld, Bremen, Duderstadt, Essen/Ruhr, Halle/Saale, Hannover, Herford, Minden, Nienburg, Peine, Schaumburg-Lippe und Stettin und es erscheint das erste Freundschaftsband mit einem entsprechenden Titelblatt.
Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt Nienburg war am 20. September 1025. An dem Tag übertrug der Domherr zu Minden sein gesamtes Nienburger Gut der Kirche zu Minden.
• 600 Jahre später, im Jahr 1625 hatte das "Wählige Rott“, ein Trupp der Nienburger Bürgercompagnien die erste Belagerung Nienburgs durch den Feldherrn Tilly beendet. Sie wagten einen Ausfall aus der Stadt, drangen in Tillys Feldlager ein und raubten dort ein Zelt und die Kriegsfahne Tillys. In den Geschichtsbüchern kann man lesen, dass Tilly "ohne klingendes Spiel " nach Estorf abgezogen ist und so die Belagerung aufgab.
• 1925, also 900 Jahre später wird die Bundestagung auf Anfang Mai gelegt um damit an der 900 Jahrfeier der Stadt Nienburg teilnehmen zu können.
• 1925 gründen die Bauschulen in Deutschland den Bauschulbund, um gemeinsam gleiche Voraussetzungen für alle Bauschüler zu schaffen. Auch der Rühmkorffbund tritt dieser Vereinigung bei.
• 1926 ist die Nienburger Baugewerkschule erstmalig von der Schließung bedroht. Der Grund: fehlendes Lehrpersonal, wodurch die Gefahr besteht, dass Schüler abgewiesen werden müssen. Der Rühmkorffbund schaltet sich mit Briefen nach Hannover an den Minister für Handel und Gewerbe und an den Regierungspräsidenten ein und hilft so den Fortbestand zu sichern. • 1927 wird den Bedürfnissen der wirtschaftlich und sozialen Anforderungen Rechnung getragen. Die im Laufe der vergangenen 20 Jahre entwickelten Normen und grundsätzlichen Aufgaben für die Baufachleute, die durch die Einführung völlig neuer Bauweisen und Materialien entstanden waren, werden verstärkt in die Lehrpläne eingefügt. Die Baugewerkschule in Nienburg zeichnet sich bei diesen neuen Anforderungen besonders aus. Die neue Festlegung der Lehrinhalte, ihre Straffung und die Zusammenfassung ähnlicher Unterrichtsbereiche ist so erfolgreich, dass die Aufgaben durch klar definierte Strukturreformen in einer wöchentlichen Zeit von 44 Stunden anstatt der bisher erteilten 50 Stunden vermittelt werden können.
• Im Jahr 1928 feiert die Baugewerkschule im Oktober ihr 75-jähriges Bestehen. Es gab eine drei- tägige Festveranstaltung mit einem Kommersabend am Sonnabend mit anschließendem Festball, einem Frühschoppen am Sonntag mit einem gespendeten Fass Rheinwein, Fässern mit Bier, ebenfalls gespendet von Altherren und einem gemeinsamen Ausklang am Montag. Im Rahmen dieser Festlichkeiten wurde eine neue Fahne des Rühmkorffbundes geweiht. Der Wahlspruch lautete für diese Fahne: "Großes Werk gedeiht nur durch Einigkeit“ • 1930 wurden die Mitgliedernummern bis 1.564 der in den Jahren bis 1930 eingetretenen Bundesbrüder vergeben. Da die Nummern jedoch nur einmal vergeben wurden, lässt diese Zahl keinen wirklichen Rückschluss auf die tatsächliche Größe des Rühmkorffbundes zu. • Im Jahr 1931 werden die Baugewerkschulen im deutschen Reich umbenannt in "Höhere technische Staatslehranstalt für Hoch und Tiefbau“ • 1931 Umbenennung des "Deutschen Bauschulbundes“ in "Reichsverband Deutscher Bau- meister“.
• 1933 wird der Rühmkorffbund nach dem "Führerprinzip“ gleichgeschaltet um so dem "Volks- kanzler“ Adolf Hitler die treue Hingabe zu beweisen. Ab 1933 nennt sich der bisherige Bundesvorsitzende nunmehr "Bundesführer“. Der Vorstand hat lt. staatlicher Vorgabe in der Mehrheit aus Nationalsozialisten zu bestehen und muss von der "Gauleitung“ in Hannover bestätigt werden. So wird Stellvertreter der "SA Sturmbannführer“ Wilhelm Rahlfs aus Neustadt, 1. Schriftführer PG W. Bröcker aus Peine, 2. Schriftführer PG A. Hartmann aus Bielefeld, 2. Beisitzer PG L. Niemeyer aus Bremen. Somit sind lediglich der Bundesführer Th. Wilkens aus Celle, der Bundesschatzmeister W. Kruse aus Hannover und der 1. Beisitzende W. Siebert aus Nienburg nicht Mitglieder der NSDAP. Das war dann offensichtlich noch genehmigungsfähig. Lt. Beschluss der "Jahreshauptversammlung“ wird die korporative Mitgliedschaft im Bund der Baumeister aufgegeben. Der Grund hierfür ist die Zwangsmitgliedschaft bei der "Deutschen Arbeiterfront“. Der Vorstand bat jedoch die Bundesbrüder als Einzelmitglieder weiterhin im Bund der Baumeister zu verbleiben. Die meisten Bundesbrüder folgen dieser Bitte.
• Ab diesem Jahr sind die Schüler an den höheren technischen Lehranstalten "Studierende“. • 1936 wird beschlossen Band und Mütze abzulegen – sicher nicht ohne politischen Druck um nicht als Verbindung geführt zu werden. Das Tragen dieser Zugehörigkeitszeichen war den Angehörigen der Verbindungen durch das Regime verboten worden. Um Ungemach zu vermeiden, schließen sich die Landsmannschaft Borussia und die WTV Teutonia Concordia unter Auflösung ihrer eigenen Verbindung dem Rühmkorffbund an. Es ist eigentlich nur der Vollzug einer schon lange bestehenden Zusammenarbeit zum Wohle der Studierenden. Anstelle des Bandes und der Mütze wird beim Bund die Verbandsnadel verliehen. (Siehe Foto rechts) • Letzte Bundestagung im Oktober 1937. Danach wird keine Versammlung mehr genehmigt. Auch der Versand des "Freundschaftsbandes“ wird von der Reichsregierung verboten.
• Im Jahr 1938 wird der Wahlspruch: "großes Werk ge- deiht nur durch Einigkeit“ durch die Worte "Vaterland, Freundschaft, Fröhlichkeit“ ersetzt. Der Rühmkorff- bund als Rühmkorffstiftung und Spendengemeinschaft für "Studierende der höheren technischen Lehranstalt“ darf sich der "NS Studentenkampfhilfe“ nicht anschließen und wird nun als "Gemeinschaft Nienburger Freunde“ ebenfalls von der Fördermöglichkeit für Studierende ausgeschlossen. Bundestagungen werden in den Kriegszeiten aus verständlichen Gründen nicht mehr durchgeführt und als zum 1. April 1943 die Lehranstalt ganz geschlossen wird, gibt es auch keine weiteren Mitteilungen des Rühmkorffbundes mehr. Bis dahin waren in den letzten Ausgaben nur noch Anekdoten aus den ersten Jahren des Bestehens der Schule durch W. Siebert veröffentlicht worden. Im Großen und Ganzen darf ich als "Spätgeborener“ Verfasser dieser Niederschrift und zum Glück nicht Betroffener meinen Vorgängern bescheinigen, dass sie es durch vorsichtiges Handeln geschafft haben, eine Einvernahme durch die NSDAP weitestgehend zu verhindern. Natürlich gab es in den Reihen unserer Bundesbrüder auch überzeugte Nationalsozialisten, diese waren allerdings nur in unbedeutender Zahl vertreten. Aber der nationalsozialistische Gruß wird in den Briefen und Mitteilungen jener Zeit verwendet.

Fortsetzung folgt



   Rühmkorffkreis Nienburg und BDB  


Nienburg präsentiert einen neuen Filmpalast
BDB-Freundeskreis-Mitglied Walter Meinders koordiniert...


Unsere Nienburger Kinolandschaft hat sich stark gewandelt. Wir konnten als Studenten der Ingenieurschule noch munter wählen. Es gab insgesamt vier Kinos : Die SCHAUBURG an der Marienstrasse, hier war an kleinen Tischen Essen & Trinken sowie Rauchen erlaubt. Die LICHTSPIELE an der Langen Strasse hatten den kleinsten Saal und das NOLI am Nordring/Verdener Landstrasse, stadtauswärts. Das FILMECK, mit immerhin drei Vorführräumen, lag an der Hafenstrasse direkt gegenüber unserer geliebten ab Januar 1968 genannten Ingenieurakademie.
BDB-Vorsitzender Erwin Adolf konnte vor Jahren den neuen Besitzer dieses letzten bereits in die Jahre gekommenen Kinos begrüßen. Die anderen hatten für Kaufhäuser bzw. die SCHAUBURG für ein Seniorenheim Platz gemacht.
Die neuen Besitzer Holger & Sandra Glandorf hatten bereits in Sulingen und Twistringen mit Lichtspielhäusern wertvolle Erfahrungen gesammelt.
Das Filmeck wurde saniert und in FILMPALAST umbenannt, jedoch reiften sehr schnell Pläne für einen Neubau an exponierter Stelle. Pro und Contra erzeugten in der Presse starke Wogen, die Nienburger bewunderten den Mut der Besitzer.
Erst ein Grundstückstausch zwischen der Stadt Nienburg und der Wasserund Schifffahrtsverwaltung des Bundes ermöglichte die Baupläne an diesem Hanggrundstück neben dem Staatshochbauamt in der Brückenstrasse!
Das Grundstück für die WSA an der Oyler Strasse wird zur Weser durch 50 Spundbohlen gesichert. Die Bohlen werden 4 m tief gerammt und ragen noch 3 m aus der Weser heraus. Die Stadt Nienburg übernimmt anteilige Kosten in Höhe von 480.000 EURO (Gesamtkosten 568.000 EURO).
Das alte Filmeck konnte an drei Investoren verkauft und wird sicher bald durch die Polizei-Akademie genutzt werden, da die Polizeischüler-Zahlen bereits die 1.000 überschritten haben und unsere ehemalige FH längst zu klein ist ...
Unser Dipl.-Ing Walter Meinders konnte den Neubau mit 740 Sitzplätzen erfolgreich fertigstellen, der Architekt hatte bereits das Handtuch geworfen und wird am 20. Februar 2020 zur offiziellen Einweihung nicht dabei sein. Bürgermeister Henning Onkes hat sicher eine Freikarte für alle 7 Säle. Ich habe bereits mit meiner Tochter Jessica "Die Eiskönigin“ genossen, wunderbare Polster mit Beinfreiheit, kleinen Tischen und Weizenbier nebst Popkorn, toller Service ...
DANKE
Koordinator Walter Meinders vor dem ebenerdigen Kino



   Beiträge von Mitgliedern  


Holz + Holz = Haus
Eine Träumerei aus der Transsibirischen Eisenbahn von Klaus Determann


Vorwort
Wenn man mal so richtig Ruhe haben will, fern von allem Trubel und der Geschäftigkeit und den Sorgen des Alltags, dann gilt es, man soll es nicht glauben, noch größeren Trubel aufzusuchen. Ich meine die Transsibirische Eisenbahn. Laut und quirlend empfängt die Bahn in Moskau am Jaroslawl er Bahnhof den Aussteiger, weist ihm im stinkigem Vierbettabtei, seinen Platz zu und bedeutet ihm, dass ab jetzt bis zum Ende der Sehnsucht in Wladiwostok allein die Moskauer Zeit zählt. Egal, ob es in Krasnojarsk nun Mitternacht ist, es zählt die Moskauzeit, also 6 Uhr früh. Aufstehzeit und Frühstück. Das wiederholt sich, je nach Zeitzone, Russland hat da gleich 11 von zu bieten, in allen Situationen. Also nehmen wir an, es ist in Chabarowsk nun 12.00 Uhr mittags, dann zählt das nach Moskauzeit 7.00 Uhr früh, also es gibt Frühstück, wenn man es dann so bezeichnen will. Also die als Vorwort zum Einstieg in die Ruhe. Aber wo kommt die Ruhe denn her? Ganz einfach aus der unendlichen Weite. An den Lärm im Zug gewöhnt man sich schnell, setzt sich an Abteilfenster und sieht 10 Stunden lang nur die Bahnlinie begleitenden Stromkabel auf windschief stehenden Holzmasten mit darauf zu Scharen beheimateten schwarzen Vögeln. Ab zu eine kleine Siedlung aus hölzernen Häusern mit Gärten umher. Meist aber Wälder aus Birken, Wälder aus Birken und Wälder aus Birken. OK? Schon in Ruhestellung? Es klappt tatsächlich und lässt Gedanken kreisen. So kommt es dann zu den banalsten Überlegungen, wie auf den Folgeseiten zu erkennen. Und das 9 Tage lang, oder 10 oder wie lange auch immer. Das mag Hypnose sein oder auch unendliche Freude im Zug bis zur Endstation der Sehnsucht.

Sehen
Die Sonne geht im Osten auf.
Das bestätigt auch der gelb-blau-rote Himmel im Wesentlichen. Müde, träge und faul gar, türmen sich Wolkengebirge vor den Sternen. Lustlos tun sie ihre Arbeit und bedecken ein ganzes Gewölbe, holen sich Weiß und Grau zu Hilfe. Wasserdampf kennt alle Farben. Nur nicht die Grüne. Diese bleibt nämlich den Bäumen und Gräsern, den Sträuchern und Weiden vorbehalten. Damit Kontraste bestehen und dem Auge gefällig sind. Was nicht bedeutet, dass sich nicht zwischen dem Grün die weißen Birkenstämme wohl fühlen und noch alle Blütentupfer, besonders die gelben, den Teppich erst knüpfen. Auch karge Russlandschaften sind in die Schöpfung mit einbezogen und Menschen vollenden oder stören.

Holz + Holz = Haus
Holz von gefällten Bäumen und trockengelagert, fleißig zersägt und mit Äxten behauen. Dann ist der planende Gedanke gefragt und Nägel und Zapfen verbinden die Bohlen. Nun seht nur, wie das Haus erwächst! Zimmer fügt der Mann an Zimmer. Dielen aus Brettern und das Dach aus Sparren und Latten und zum guten Ende sind wieder Bretter, dann Pappe gefragt. Und nun an die Ritzen, bevor der erste Schnee die Arbeit verdirbt. Wolle und Lehm ergeben einen guten Kitt, an dem sich auch die Windgesellen die Zähne ausbeißen. Nun noch die Fenster und Läden und heizt die Öfen an! Holz und Holz, ein warmes Haus entsteht. Natur dient dem Menschen, solange er das Gleichgewicht beachtet und nur nutzt, nicht zerstört.

Wenn der Winter
näher kommt, verlieren die Blätter schon mal die Lust am saftigen Grün. Gelb erst und braun welken sie resignierend dahin. Um dann als gefallenes Laub den Boden zu düngen und somit den Kreislauf des Lebens fortzuführen. Besonders die Birken trauern schon früh, wohl wissend, dass Väterchen Frost ein strenger Genosse ist. Blitzschnell, ein Hoch aus dem Norden als Geselle, wird er kürzlich zugreifen und sein Vernichtungswerk verrichten. Latent, im Boden lauernd, ist er zugegen und braucht keine längere Vorbereitung. Und die Taiga weiß das auch. Gräser und Stauden schaudert‘s bei solchen Vorstellungen, ganze Wiesen lassen sich rasch noch mähen, um dann als getrocknetes Heu in Schobern und Schauern gewärmt dem Unheil zu entkommen.

Ein Gehöft
aus Holz und Staketen und im übrigen freies Land und Natur. Fern sind Dörfer und Städte gar. Woher nehmen die Leute nur Kraft und Mut und überlebenden Willen, dies in Einklang mit sich zu bringen. Ein Schichtstapel Holz. Die Ballen aus Heu, der kläffende Hund, Kinder und Eltern. Und der Schornstein qualmt sichtbar oder bei gutem Brand unsehbar das Kaminfeuer gen Himmel. Ein Trecker vielleicht und ein Garten ums Haus, für Gemüse und Obst und sonst nichts. Menschen sind schon großartig in der Erfüllung der Schöpfungsaufgabe. Erfinderisch in der Wahl der Mittel und Wege. Genial in der Erkennung der natürlichen Grundlagen und Gesetze. In Russlands Weite beweisen sie das Recht, Felder und Weiden zu bestellen und Werte zu schaffen.

Vögel
Wenn die Tage hell werden, wachen auch die Vögel auf und bevölkern in Scharen die Zweige und Äste. Ebenso beflattern sie Lüfte und Augen. Steil hinabstürzend, um Beute zu schnappen und ebenso schnell und steil wieder emporzusteigen. An Teichen und Flüssen wird Wasser genommen. Damit die Verdauung geregelt ist. Und dann hinauf auf die Stromkabel, vereinzelt nur noch im Vorwinter zwar; Frühling kommt jedoch bestimmt. Für diese Kreaturen gilt im Übrigen das gleiche wie für die gehöftbewohnenden Besteller. Der Umgang mit dem Gegebenen und die bestmögliche Tat daraus gelingen hier wie dort. Wenn die Tage hell werden, wachen auch die Vögel auf und bevölkern in Scharen die Zweige und Äste.

Die Kopftuchfrauen
Kühe in schwarz und weiß und frühmorgens schon von Kopftuchfrauen behütet und bewacht. Es ist ja auch ein wertvolles Gut. Für das Leben wichtig und für den Erhalt der Arbeit. Was nur den Frauen hilft, die Klirrkälte auf den Frühweiden zu überstehen? Wird es gar ein gutes Schlückchen sein? Der warme Schal und warme Wäsche? Die innere Ruhe? Oder die Not, es zu tun? Den Kühen ist es recht. Sie erhalten ihren Futterplatz zugewiesen, grasen und fressen und werden später alles wiederkäuend verdauen. Was nur den Kühen hilft, die Klirrkälte auf den Nachtweiden zu überstehen? Es kann ja gar kein Schlückchen sein! Auch nicht der warme Schal und Wäsche! Die innere Ruhe? Oder Not, es zu tun? Den Kopftuchfrauen ist es recht.

Pferde
tun es den Kühen gleich, bedürfen jedoch keines wachsamen Auges. Zottelig hängen braun-blonde Mähnen, wobei braune Felle speckglänzen. Beim Galopp schleudern die Schweife umher. Wiehernd stoppt der Hengst und zeigt ganz bewusst sein Gebiss. Es könnte ein frohes Tollen sein, zumal durch Bewegung Kälte kaum Chancen hat, durchdringend zu wirken. Und wenn Stute sich an Stute kuschelt, ist das Ergebnis dasselbe. Unbeschlagene Hufe finden entsprechend weiche Böden. Die Naturen wissen sich eben zu helfen. Wiehernd stoppt der Hengst nach scharfem Galopp und zeigt ganz bewusst sein weißes Gebiss. Es ist ein frohes Tollen, zumal durch Bewegung Kälte kaum Chancen hat, durchdrigend zu wirken.

Ziegen
Nur die Ziegen haben es schwer. Angeseilt am Pflock ist nur ein runder Lebenskreis von geringem Ausmaß gegeben. Da kann im Prinzip nur gemeckert werden. Oder die Hörner vor Wut in den Boden gerammt. Oder den ganzen Kopf gegen den Baum. Und das alles nur, um den Menschen die gute Milch abzugeben.
Da kann im Prinzip nur gemeckert werden. Oder den Paarhufen vor Wut den Boden gescharrt. Oder den ganzen Leib gegen die Wand gestemmt. Und das alles nur, um dem Menschen die gute Milch abzugeben. Da kann im Prinzip nur gemeckert werden. Oder mit dem scharfen Gebiss sich die Luft verschaffen. Oder den ganzen Tag gestreikt. Dann haben die Menschen es sich selbst zuzuschreiben, wenn es keine gute Milch gibt.

Heu
wird im September gemäht. Trecker auf Trecker und Wagen auf Wagen entsorgen die Großflächen vor den Dörfern und Städten. Und Stapel auf Stapel entsteht und gaukelt dem Auge Hügel vor. Wie soll das bloß im Freien überwintern? Schnee wird wohl eine warme Decke sein. Und Tiere brauchen immer Nahrung. Stallungen dampfen und geben wieder Wärme an Haus und Bewohner ab. Kolchosbetriebe sind angesagt, das gilt auch im "Folgesozialismus-kapitalismus“. Die Flächen sind einfach zu groß und Mschinen kosten zu viel Geld. Heu wird im September gemäht. Wobei nach der entsprechenden Rasur die verbleibenden Flächen dem Auge wohl gefallen. Wenn dann die Arbeit erledigt ist, Tiere und Gerät versorgt und verstaut, der Ofen angeheizt und die Fenster und Türen verschlossen sind, lass doch Väterchen Frost kommen! Nächstes Jahr, im späten Frühjahr, wird ihn die Sonne schon wieder vertreiben.

Pivo,
besser dwa piva, natürlich, Gebräu ist international und nach Kurzeingewöhnung schenkt auch der Stammbrauereifan auf das Fernlandangebot um. Durst und Laster sind international und kommunikativ. Pivo, besser dwa piva, natürlich, Schaffner schaffen eben an. Und die Exoten aus Europa West haben die Trinkquellen schnell entdeckt. Durst und Laster sind international und fördern den Spaß am Geschehen, schärfen den Blick und lassen die Gedanken kreisen. Pivo, besser dwa piva, natürlich, Russlands Bier löscht das Verlangen. Dosen sind auch schnell gekühlt. Es tut schon gut, neben dem Schaffner zu wohnen. Durst und Laster sind international und weltweit ist Nachschub vorhanden. Wenigstens in der "Nachgorbatschowära“. Pivo, besser dwa piva, natürlich, fröhlich feiern Abteile die Transsib und Freundschaft auf Freundschaft entsteht im Takt der Schienenstöße. Durst und Laster sind international. Väterchen Russland macht da, Gott sei Dank, keine Ausnahme.

Ein Gemüsegarten
in Sibirien ist nun ein ganz besonderer Ort. Zum einen, und das ist wichtig, ist er mit einem Zaun umgeben. Damit der Garten ein Garten ist. Darin gibt es die getretenen Wege. Sie trennen Rhabarber von Kartoffeln und Blumen. Wurzeln haben auch ihren eigenen Platz, möglichst weit vom Apfel entfernt. Und dann die Petersilien und Lauche, die Zwiebeln haben eine Pünktchenkrone und Rüben eine dicke Knolle. Da in der Ecke steht ein Häuschen, für Forke und Harken und Spaten vielleicht. Der Kompost ist wichtig fürs Düngen im Frühjahr. Der kommt schon über den langen Winter. Was fehlt, ist die Pumpe; ach ja es ist ja Sibirien. Ansonsten ist alles wohl und bekannt. Und Oma und Opa und Mutter und Kind, alle im Garten versammelt sind. Sie ernten den Lohn für Fleiß und für Obacht. Vorrat ist im Winter vonnöten. Ein Gemüsegarten in Sibirien ist nun ein ganz besonderer Ort.

Baikalsee
Luft, Berge, Wasser. Baikal trennt die Elemente. Überbeladen der Himmel. Wolken bedrängen sich. Gebirge gleichen sich an, rücken ebenfalls dicht. Anders der Baikal. Er hat unendliche Weite. Fließen tun die Berge und zwar in die tiefen Gründe des Sees. Er wird die Geheimnisse behalten. Tief unten ist alles ohne Probleme gelöst. Wunder glauben an sich selbst.




Die Kunst der Imitation
Fassadengestaltung mit Rustika-Putzen

Rustika-Putz war vor allem im Historismus und in der Gründerzeit, also von etwa 1820 bis 1920, ein übliches Mittel der Fassadengestaltung. Die ursprünglichen Formen und Strukturen der Rustika-Putze sind aus dem Naturstein-Buckelquadermauerwerk hervorgegangen. Solche Putze mit den dazugehörenden Gliederungen zu restaurieren oder nachzubilden erfordert ein hohes Maß an handwerklichem Können und ist eine anspruchsvolle Aufgabe für jeden Handwerker in der Denkmalpflege.
Dipl.-Ing. (FH) Ortwin Schwengelbeck, ehem. staatl. Bauamt Bielefeld und Detmold

Schon in der Renaissance begann man damit, ein- fache Putzstrukturen gestalterisch zu nutzen. Über- wiegend wurden damals „klassische“ Stilelemente gewählt.
Besonders in der Gründerzeit übertrug sich aber schließlich die wirtschaftliche Blüte des Landes auch auf die Architektur der damals neu errichteten Häuser. An den Fassaden öffentlicher Gebäude, an Industriebauten, überwiegend aber an privaten Villen, kamen recht unterschiedliche Gliederungen und Putzstrukturen zur Ausführung.
Bei der Gestaltung vieler Fassaden entsteht der Eindruck, dass man mit einer demonstrativ zur Schau getragenen Überdekoration etwas „Beson- deres“ erreichen wollte. Bewusst wollte man teures und schwer zu beschaffendes Steinmaterial durch unterschiedlich ausgeführte Putzstrukturen imitie- ren. Gerade dies war eine enorme handwerkliche Herausforderung. Für viele Oberflächengestaltungen werden sogar besondere Werkzeuge angefertigt: wie zum Beispiel das Nagelbrett und der Besenbund. Leider haben erfahrene Handwerker aus dieser Zeit nur wenig über ihre Arbeitstechniken und Ausführungsregeln für solche Rustika-Putze weitergegeben. Wie aus alten Originalplänen und Bauformenbüchern ersichtlich, mus- ste zunächst der Architekt oder Baumeister genaue Detailpläne über die Gestaltung der Gesamtfassade zeichnen. Sicherlich geschah dies in Abstimmung mit den Bauherren und den Fachverbänden. Zur Gestaltung mussten vorgegebene Verhältnisregeln und baupolizeiliche Vorschriften genau eingehalten werden.
Schon bei den Maurerarbeiten wurden vortretende Bauteile entsprechend der Fassadengestaltung aus- gebildet. So konnte der Maurer die gewählten Ar- chitekturglieder durch auskragende Ziegelschichten schon in der Rohform herstellen.

Gesimse der Gründerzeit-Fassaden

Wesentliche Gestaltungselemente für die horizon- tale Gliederung der Gründerzeit-Fassaden sind die Gesimse. Sie übernehmen zusätzlich schützende Funktionen. Zu den Hauptgesimsen gehört das Sok- kel- oder Fußgesims, die Gurt- oder Bandgesimse, die jeweils in Deckenhöhe der Geschosse liegen, und das dominierende Dach- oder Traufgesims.
Für die Rohform der Gesimse wurden ebenfalls schon beim Mauern einige Ziegelschichten ausge- kragt. Der Abreppungswinkel der Schichten musste mindestens 60° betragen. Bei großen Auskragun- gen, zum Beispiel an Dach- oder Traufgesimsen, mauerten die Handwerker zur Stabilisierung zu- sätzlich schmiedeeiserne Bewehrungen mit ein.
Bei allen Gesimsgestaltungen war es sehr wichtig, dass in Höhe und Auskragung im richtigen Verhält- nis zur Gesamthöhe der Gebäude standen. Hierfür gab es strenge, genau vorgegebene Verhältnisregeln. Die vertikale Gliederung der Fassaden wurde dagegen überwiegend durch Lisenen, aber auch durch Eck- oder Mittelrisalite bestimmt. Die Sockelzonen der Gebäude gestaltete man überwiegend so, dass sie eine schwere, massive Basiswirkung ausstrah- len. Entsprechend dieser Vorgaben wurden die Putz- Strukturen gewählt.

Handwerkliche Herausforderung bei der Nachbildung

Gründerzeit-Fassaden zu restaurieren oder gar die Putzstrukturen zu erneuern beziehungsweise nach- zubilden bedeutet für Handwerker eine echte Her- ausforderung. Bei der Wahl der Oberflächenstruk- turimitationen hat man sich früher überwiegend an der steinmetzmäßigen Bearbeitung der Natursteine orientiert – zum Beispiel der umlaufende Rand- und Beizschlag bei Quadern, die Darstellungen von grob gespitzten Natursteinen oder sogar die Strukturen der rauen Bossagen von Buckelquadern.
Wie bei allen Fassadenrestaurierungen sollte man auch hier zunächst eine gründliche Voruntersuchung durchführen. Alle Flächen müssen nach Farbbefunden beziehungsweise Überputzschichten sowie auf schädliche Salze untersucht werden. Von allen Profilierungen sollten vorher zudem genaue Schablonen abgenommen werden.
Bei besonderen Putzstrukturen sollte man ermitteln, welche Zuschlagstoffe verwendet wurden.
Erst nach all diesen Voruntersuchungen können die schadhaften Altputze abgestemmt werden. Alle freigelegten Mauerwerksflächen müssen staubfrei sein und gründlich vorgenässt werden, besonders wenn Vorspritzmörtel aufgebracht wird. Rustika-Putz wird mindestens in zwei Putzlagen aufgetragen.

Flächenrustika-Putz

Zur einfachsten Ausführung zählt man den Flächenrustika-Putz, der nur aus horizontalen Fugenteilungen besteht. Bei der Nachbildung wird zunächst auf den gut vorgenässten Putzgrund die erste Lage als Unterputz in einer Dicke von etwa 1,5 bis 2,0 cm mit der Kelle aufgeworfen. Der aufgebrachte Putzmörtel wird anschließend flächig abgezogen, aber nicht abgerieben. Zur besseren Haftung für die zweite Lage sollte der Unterputz aufgeraut sein. Nach einer gewissen Abbindezeit, spätestens aber nach 12 Stunden, sollte die zweite Putzlage in einer Dicke von 2,5 bis 3,0 cm ebenfalls mit der Kelle angeworfen werden. Diese Putzlage wird ebenfalls flächig abgezogen, wobei schon grobe Fehlbeziehungsweise Lunkerstellen mit ausgezogen werden. Anschließend werden alle Flächen einmal grob durchgerieben. Danach werden die Fugenteilungspunkte nach der Gestaltungsvorgabe der Fassade genau aufgetragen. Zur Schaffung der Fugenteilung gibt es regional unterschiedliche Aus- führungsmethoden. Zu den üblichsten Methoden gehört das nachträgliche Einschneiden der Fugen: Entlang von zwei parallel verlaufenden Latten, die mit Putzhaken befestigt werden, wird der Putz bis auf den härteren Untergrundputz sauber einge- schnitten. Danach wird der Mörtel zwischen den Schnittkanten bis auf den Unterputz ausgehoben und anschließend alle Ausbruchstellen sowie die übrigen Putzflächen sauber nachbehandelt und glatt abgerieben. Beim Flächenrustika-Putz ergeben sich durch die horizontalen Fugenteilungen sehr lan- ge Linien. Es ist daher äußerst wichtig, dass eine Parallelität der beiden Schnittkanten eingehalten wird. Bei den sehr schmalen Fugen wird man eine Abweichung sehr schnell wahrnehmen können.
Eine weitere übliche Methode ist das Anbringen von Fugenleisten aus Holz, die nach innen konisch zu- laufen. Sie werden ebenfalls nach den vorgegebenen Fugenteilungspunkten genau horizontal verlaufend mit Putzhaken auf dem Unterputz befestigt. Der Zwischenraum wird anschließend mit der zweiten Putzlage ausgeworfen. Damit die Latten nachher besser herausgenommen werden können und kein Mörtelwasser annehmen, müssen sie vorher mit Leinöl oder mit Bleimennige (laut Überlieferung) gestrichen werden. Bei dieser Ausführung können die Zwischenfelder auch sehr gut mit grobkörnigem Raumörtel flächig ausgeworfen werden, um eine von vielen möglichen Strukturen zu bekommen. Nachdem die Leisten vorsichtig herausgenommen worden sind, müssen die Fugen mit einem kleinen Fummelbrett nachgeglättet werden. Ein Mörtel, der aus sehr grobem Zuschlag besteht, sollte zur besseren Haftung in eine dünn vorgeworfene Mörtelschicht mit feinerem Zuschlag aufgebracht beziehungsweise angeworfen werden.
Bei einer weiteren Methode, die überwiegend in Süddeutschland üblich war, werden die Fugen mit einem „Handbretthobel“ entlang einer horizontal verlaufenden Führungslatte aus dem noch frischen Putz ausgestoßen beziehungsweise ausgehobelt. Auf der Unterseite des Handbrettes ist eine Leiste mit der gewünschten Fugenform angebracht.

Quaderrustika-Putz

Quaderrustika-Putz erhält man, wenn nach den gleichen Ausführungsregeln, aber versetzt auch vertikale Fugenteilungen ausgeführt werden. Diese Ausführungsart zählt zu den einfachen Quaderrustika-Putzen. Die Quaderoberflächen kann man dabei mit unterschiedlichen Strukturen versehen, zum Beispiel mit einem Nagelbrett oder Besen- bund strukturieren, oder glatt abreiben. Bei den sehr stark vortretenden Quadern, die durch auskragende Ziegelschichten in der Rohform schon vorgegeben sind, müssen die tiefer zurückliegenden Fugen zwischen den einzelnen Quadern mit einer Schablone wie bei einem Gesims ausgezogen werden. Das Fugenprofil kann dafür individuell gestaltet werden. Bei den Zugarbeiten werden die Eckbereiche der Quader mitgenommen, das heißt der äußere Bereich, etwa 3 bis 5 cm breit, wird bei den Zugarbeiten schon mit Mörtel überzogen. Hierdurch erhalten die einzelnen Quader eine gerade umlaufende Kante. Zuerst werden die horizontalen, dann die vertikalen Fugen gezogen. Damit die vielen Quaderecken mit ausgezogen werden können, müssen hierbei Kopfbeziehungsweise Mittelschablonen verwendet werden. Bei diesen vorkragenden und massiv erscheinenden Quadern ist es üblich, dass ein umlaufender Rand- und Beizschlag angeordnet wird. Dieser wird durch einen umlaufenden, bündig abschließenden Holzrahmen, Abmessung etwa 2,5/3,0 cm beziehungsweise 2,5/4,0 cm, geschaffen. Der Rahmen wird allseitig mit Putzhaken befestigt. Das Holz sollte vorher ebenfalls mit Leinöl oder mit Bleimennige gestrichen werden. Die Fläche innerhalb des Rahmens wird danach mit einem sogenannten „Füllputz“ ausgeworfen. Durch die Wahl der unterschiedlichsten Zuschläge in diesem Füllputzmörtel kann man die jeweils erwünschte Quaderstruktur erziehlen. Zur Ausführung von Quaderrustika-Putz können die unterschiedlichsten Quadergrundformen wie Buckel-, Polster- und Diamantquader gewählt werden.
Zur Herstellung von Quadern mit rauen Bossagen werden die Ziegelschichten nicht so weit vorgemau- ert. Hier wird die Rohform durch dick aufgetrage- nen Mörtel (etwa 4,0 bis 5,0 cm) geschaffen. Nach einer gewissen Abbindezeit wird die Mörtelmasse mit einem geformten Eisen so ausgestochen, dass die gewünschten Formen der rauen Bossagen entstehen.
Die Ausführungsmethoden der vielen Gesimsfor- men zu beschreiben, die zur Fassadengestaltung gehören, ist ein Thema für sich. Die unterschiedlichen Profilierungen werden ebenfalls mit Schablonen gezogen. Erfahrene Handwerker werden sicherlich für die Putzarbeiten Baustellenmörtel verwenden – es können aber durchaus auch Fertigmörtel verwendet werden.

Fazit

Die Rustika-Putze der Gründerzeit-Fassaden zu restaurieren oder nachzubilden ist sehr zeitaufwendig und erfordert ein hohes Maß an handwerklichem Können. Die Arbeitstechniken und Ausführungsmethoden, die zunächst von Maurern, später von Stuckateuren wesentlich verbessert wurden, verdienen Respekt und Anerkennung. Aus Sicht der Denkmalpflege sollten diese außergewöhnlich gestalteten Fassaden, auch wenn sie von den Anhängern der „Moderne“ oft geschmäht wurden, unbedingt erhalten bleiben.

Literatur: Ahnert, R.; Krause, K.: Typische Baukonstruk- tionen von 1860 - 1960, VEB-Verlag für Bauwesen, Berlin 1985.
Brausewetter, A.: Bauformenbuch, Verlag E.A. Seemann, Leipzig 1898.
Lade, K; Winkler, A.: Putz, Stuck, Rabitz, Verlag Felix Krais, Stuttgart 1952.
Vierl, P.: Putz und Stuck, Callweg-Verlag, München 1984.



Klaus Determann
Mit dem Stift durch Nordund Ostdeutschland

Blicke in Baugeschichte von Nienburg bis Görlitz, von Sylt bis Torgau, von Rinteln bis Leipzig. Warum in die Ferne schweifen•’ Eine Reise in 6 Folgen

Vorwort
Eine mehr als glückliche Fügung hatte es ja 1989/90 möglich gemacht, dass bei manchem noch vorhandene Träume Wirklichkeit geworden sind. Nämlich ungehindert durch das gesamte Deutschland zu reisen und die noch vorhandenen Schönheiten sowohl in der eigenen, engeren Heimat als auch in den bis dahin weitgehend unbekannten Orten in den ehemaligen "Ostgebieten“ zu besuchen und sich umzusehen. Ich habe darauf in diversen Jahren und anlässlich vieler Reisen nach Osten und vieler Aktivitäten "hier zu Hause“ mit meinem Skizzenblock so einiges an Architektur festgehalten. In einer Folge von 6 Beiträgen möchte ich einige dieser "Fotoersatzschnellschüsse“ im Rühmkorffblatt darstellen, komplettiert um einige Niederschriften. Ich möchte diese flüchtigen Skizzen, die z.T. Stress-geplagt, jeweils vor Ort erstellt wurden, nicht für mich behalten, auch, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass ohne Fotoapparat eine viel engere Bindung zum betrachteten Objekt entsteht. Vielleicht geben die Exponate ja etwas Anlass zu besinnlichen Erkennen unserer schönen Städte und kulturellen Erbschaften auch beim Betrachten in diesen Heften.

Die Teile sollen sich wie folgt gliedern:
Teil 1 Prolog•’ Nienburg, Hameln, Potsdam, Wittenberg Teil 2 Hannover, Bautzen, Görlitz
Teil 3 Sylt, Rühle, Rostock, Warnemünde, Dresden
Teil 4 Isernhagen, Langeoog, Flugplatz Hannover, Torgau, Teil 5 Rinteln, Berlin, Halle, Neubrandenburg
Teil 6 Celle, Schillig, Magdeburg, Leipzig•’ Epilog

Teil 1
Nienburg

Zu Nienburg, meiner alten Heimatstadt, zu der ich Lebensbedingt lange Jahre einen vergleichbaren Abstand hatte wie zu den "Neuen Bundesländern“, fallen mir bei jedem der seit nunmehr auch schon wieder vielen Jahren regelmäßigen Besuchen (dank Rühmkorff) immer wieder kleine Zeilen ein. Wie z.B.:
"Kurze oder lange Besuche sind bisweilen vonnöten, ertasten die Jugendzeit von neuem und lassen Wiedererkanntes nicht wieder los. Schritte erfassen sich von selbst und wogende Bäume streicheln die Vergangenheit, lassen die Weser träumend fließen. Aber Städte verändern sich mit den Zeiten, wohltuend, positiv und heil.“
Die Polarität zwischen spätgotischer Fürstenherberge, dem Residenzschloss und ebenfalls gotisch bestimmter, städtischer Marienkirche, alles Turmhaubenbestückt, war Ausgangspunkt einer weltweiten Reform. Auch die Renaissance schuf schöne Giebel. Das alles bedeutet ein schönes Ambiente für die letzte Ruhestätte des Reformators und seines Mitstreiters Philip Melanchton, eine weise Stätte der Geschichte.




Klaus Determann
Mit dem Stift durch Nordund Ostdeutschland

Teil 2
Wie nah sind sich doch die früher aus der Kindersicht so unendlich entfernt scheinenden Orte geworden. Die wabernde See bei den vorgelagerten Inseln ist per Nabelschnur mit der Kunstbeladenen Hauptstadtmetropole verbunden, kennt das bergige Weserland, Hameln, Rinteln, Bodenwerder mit dem Lügenbaron, ein Sprung nur über Ith und Deister. Leipzig mit dem Riesendenkmal und selbst Görlitz am Schlesien- Rand ist nah dabei, grüßt die Niedersachsenstadt Hannover, die Residenz in Celle und auch den Harz.

Hannover
Türme und Kuppeln bestimmen ganz wesentlich die Silhouette der Stadt und beschützen einen kleinen Rest der in einem Weltenbrand so geschundenen WelfenAltstadt am hohen Leineufer.
Genauso wie die liebevoll wieder hergestellten klassizistischen Giebelfronten rund um St. Martin und dem Leineschloss.

Bautzen
Hoch über der Spree erheben sich wehrhafte Mauern, Und Gott sei Dank haben alle Türme die Zerstörungswut der ersten Nachkriegsjahrzehnte überstanden. Türme und Dächer, Tore und Portale, Bautzen bekennt sich zur deutschen Geschichte.

Görlitz
Nur ein kleiner Sprung über die Neiße und schon grüßt Schlesien. In der Grenzstadt prunken Fachwerkgezimmerte Häuser mit unzähligen Erkern verziert, detailverspielt unter Sandsteingefügten Türmen, Sakralbauten haben überdauert. Es tut gut, perlende, reine Städte, reiche Architektur und Geschichte zu spüren.

Teil 3

Sylt

Nomen est omen, große Namen sind immer mit großen Stätten verbunden. Hindenburg brachte die Nabelschnur, währen im Inselosten bei Nösse der Hermann Göring residierte. Westerlandbegeistert gab sich Gustav Stresemann als Gast im Miramar. Thomas Mann, Emil Nolde und viele andere prägten mit ihrer Kunst die Insel und ihren Stil. Warum auch nach Capri ausweichen, wie einst Wilhelm II, versinkt der Feuerball doch auch in der Nordsee gen England im Horizont, vermählt sich mit Himmel und Wasser.

Rühle
Weserromantik bei Polle und Rühle. Die Fähre ist auch ein gebautes Werk

Rostock
Die Hansestadt steht stellvertretend für gebaute Stadtkulturen im Norden, angelehnt an die Schwesterstädte Wismar, Schwerin und Greifswald. Der Leuchtturm von Warnemünde kennt Freude, Leid und blinde Wut der Geschichte. Die Renaissance hat historische Wappen in Gemäuer gemeißelt und der Blick schweift über die Ostsee, drüben nach Gedser in Dänemark.

Dresden
Die Kunst hat ist in Dresden "barockkomponiert“, ist versteinert zugegen. Der Zwinger hat sich eine goldene Krone übergestülpt. Die Elbe hat sich Terrassen zugelegt, die Oper erstrahlt im alten Glanz und fleißige Baumeister haben die Frauenkirche Stein für Stein wieder aufgebaut. Das riesige Wandrelief weiß um die ganze Geschichte. Gott sei Dank hat Dresdens Barock überlebt.

Teil 5
Rinteln
Die Weserregion ist durch die Renaissance geprägt. Eindrucksvoll, doch im Maßstab klein und überschaulich, von Bodenwerder bis Minden.

Berlin
Berlin hat im günstigsten Fall eine große Tradition, aus ersten Anfängen auf kleinen Inseln im Spreeverlauf bis zur Metropole geschaffen. Herrscherhäuser hinterließen Spuren, Bauepochen sind trotz aller erlittenen Zerstörungswellen, wenn immer möglich, behutsam bewahrt und erhalten, sind Zeugnisse für gelebte Zeiten. Traditionen sind einerseits eine gute Sache. Doch es lohnt nicht, von ihnen zu leben, vielmehr gilt es, solche zu schaffen. Berlin hat im günstigsten Fall Bewohner mit Willen zur Zukunft.

Halle
Halle an der Saale, ein Marktplatz, ein roter Turm, Kirchen, erlebte Vergangenheit. Spitze Türme, auch barock, wehrhaft, trutzen moderner Architektur. So belebt auch der Marktplatz täglich wogt, Ruhe strömt die Moritzburg aus, Stein auf Stein gefügt, mit Arkaden und Ziegelgedeckten Türmen beerbt.

Neubrandenburg
Im Volksmund auf Plattdeutsch ist Nigenbramborg am Tollensesee gelegen, tief im Mecklenburgischen verankert. Hier hatte Fritz Reuter seine Heimat und dichtete eben nach des Mundes Art. Die mittelalterlichen Befestigungen sind allgegenwärtig, wiesen einst 4 Tore auf, welche von Wiekhäusern bewacht wurden. Im Stadtinnern stolzt St. Georg trotz hölzernem Dach mit barocken Details. Im Übrigen ist der Backstein das vorherrschende Material der niedrigen Häuser für die bodenständige Bevölkerung.

Teil 6

Celle
Die Residenz der Welfen an der Aller, Kriegsverschont und daher im Prunk der Renaissance und des herausgestellten Wollens zu Adel und Fürstlichkeit. Eine solche Altstadt wünscht sich so manch ein Kommunalpolitiker, wünschen sich vor allem sehende und denkende Bürger überall in oft zerstörter Vergangenheit. Man denke nur an die Landeshauptstadt Hannover.

Magdeburg
Hoch recken sich die Türme am Magdeburger Dom. Selbst die Zaren aus Russland suchten das imposante Gebäude auf, bestaunten die reichen Ornamente der Gotik. Diese Kathedrale bestimmt die Kulisse, begrüßt die Elbe und wünscht dieser ein gutes Weiterkommen bis hin zum wogenden Meer.




Klaus Determann
Eine Reise nach Jerusalem,

einer Stadt aus Sandstein erbaut – Ostern 2017 Reise in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Ja, wieder einmal hat die so unwahrscheinlich anziehende, geschichtlich einmalige Region gerufen. Einmal so ganz ohne Gruppe, ohne Gängelung und ohne Ziel und fester Ablaufplanung durch Jerusalems Altstadt schlendern, Ostern dort zu erleben und in die Westjordangebiete fahren, "Westbank“ sagt man ja auch oder fälschlicherweise Palästina (das ist ja viel mehr, das ist ja das gesamte Gebiet vom Libanon über Syrien, Israel, Westbank, Jordanien und Gaza), dort nach Hebron im gesicherten Autobus gelangen, ja das war der Wunsch und die Voraussetzung für einen Trip dorthin. Ohne auf zu viel: "das war so und dann und dann“, einzugehen, es würde ja nur langweilen, greife ich einmal ein paar sicher ungewöhnliche und auch spektakuläre Ereignisse meines Besuches in Israel über Ostern dieses Jahres heraus:

Ostersonntag in der Grabeskirche Ja, und so kommt ein, zugegeben frommer Christ, dann zu einem traumhaften, so nicht vorgehabten und vorgestellten Erlebnis. Beim Annähern an die Grabeskirche, so am Ostersonntag um 10.00 Uhr morgens, erkennt man: Alles abgesperrt, alles voller drängender Menschenmasse und der irgendwie aufgeschnappten Erklärung, dass wegen eines Gottesdienstes die Kirche vorerst geschlossen bleibt, streng bewacht von irgendwelchen Uniformierten hinter Baustellengittern. Na, da gelingt mir ein Husarenstück, denn mit Baustellengittern kenne ich mich aus. Also Armgelenke ausgefahren, quer durch die Menge bis an das Gitter und zwar direkt am Eingang zur Kirche, dann ein kurzer Blick nach allen Seiten, allen Mut zusammen genommen, Gitter angehoben aus dem Betonblock, durch, Gitter wieder rein in den Betonblock, die Uniformierten streng angeschaut und mit fester Stimme: All OK? Any Problems? Die nahe stehenden Gards guckten verblüfft, dachten wohl: Entweder ist es ein General oder der Teufel, mir egal, rein in die Kirche und in der dortigen Menge verschwunden. Das soll mir erst einmal einer nachmachen. Aber unverzüglich erfasste mich die heilige Ehrfurcht vor den Heiligtümern, gleich hinter dem Eingang (für Kenner: Der Salbungstein). Dann linker Hand: Das Hl. Grab, runderneuert und gerüstlos steht es da in aller Herrlichkeit, soweit die Menschenmasse den Blick freigibt. Dann wird realisiert, dass direkt vor dem Hl. Grab ein christlicher Gottesdienst stattfindet, zelebriert von jemandem mit Mitra, also muss es ein Bischof sein. Es stellt sich heraus, dass es der oberste Vertreter des Vatikan in Jerusalem ist, der Erzpriester der Basilika des Hl. Grabes. Donnerwetter, was für ein Dusel. Aber es kommt noch besser. Nach Beendigung des eigentlichen Gottesdienstes erfolgt eine Prozession der Gottesleute einschl. Erzpriester um das Hl. Grab. Alle Umstehenden werden ziemlich brutal zurück gedrängt, nur ich lasse wieder Arme steif werden und ausfahren, nix da, ich bleibe stehen, wo ich bin. Klappt irgendwie. Da kommt die Prozession, inmitten der Erzpriester, alle paar Meter stockend wegen der vielen Leute und dann, ich kann es nicht verleugnen, die Situation übermannt mich, denn der Erzpriester kommt direkt neben mir zu stehen, Schulter an Schulter. Ich hab noch den Mut, ihn zu fragen, ob ich das fotografieren dürfte. Ich durfte. Dann ein Lächeln des hohen frommen Herrn, eine ausgestreckte Hand seinerseits und der Wunsch an mich: Happy Eastern: Hatte ich! In der Nachbearbeitung des Erlebten erfolgt dann ein besonderer Gruß meinerseits an Helena, der Mutter Kaiser Konstatins, welche im Jahr Dreihundertundsoundsoviel die heiligen Stätten ausgraben ließ und somit oben geschildertes Erlebnis für mich erst möglich machte. Alles andere entnehmen Interessierte dem Bericht: Jerusalem, die schönste Stadt der Welt, Freundschaftsband Nr. 2 aus September 2014.

Neues Jerusalem. Die Stadt aus Sandstein
Im Vergleich mit anderen Großstädten fällt auf, dass so gut wie alle Gebäude aus dem wohl heimischen Sandsteinmaterial erstellt wurden, die Fassaden entweder aus Sandsteinquadern monolithisch gemauert, oder mit Sandsteinplatten behängt. Dadurch erfährt die ganze Stadt eine merkwürdige, ja würdige Atmosphäre. Es "regt nichts auf“, es ist alles da und stumm und stolz, mit Ausnahme einiger Großhotels, die zumindest versuchen, durch andere Materialien eine gewisse Modernität und einen Weltstadtcharakter darzustellen. Aber, es tut unheimlich gut, durch diese "Sandsteinwüsten“, im besten Sinne zu verstehen, zu schlendern und nur durch eifriges Studium der kleinen Schilder an den Ladeneingängen auf deren Angebote hingewiesen zu werden, ohne den Glitzerglanz und die Reklamen der westliche Städte, so wie wir sie kennen.

Hebron
Der Ausflug in die Westbank war ein bewusst in Kauf genommenes Abenteuer. Hebron liegt zwar nur etwa 35 km von Jerusalem entfernt, aber von der Abfahrt mit dem mit schusssicherem Glas versehenen Autobus von der Central-Busstation an der Java-Str. in Jerusalem bis zur Grabstätte der großen Patriarchen der 3 großen Weltreligionen, Judentum, Christentum und Islam, nämlich Abraham mit Frau Sara, Issak mit Rebecca und Jakob mit Lea, vergehen wegen der vielen Kontrollpunkte, Checkpoints, und der langsamen Fahrt doch gut 2 Stunden. Befürchtete Angriffe der Westbank-Bewohner mit Steinen etc. blieben Gott sei Dank aus. Aber es ist schon eine beklommene Stimmung, hier im Autobus mit abgesperrten Türen und links und rechts die felsigen Gelände, von einzelnen kleineren Ortschaften der Westjordanier als besiedelt zu betrachten oder von Mauerund Stacheldrahtverhauen umgebenen israelischen Siedlungen begleitet. Eine im Prinzip Wahnsinnsfahrt durch aktuellste Weltpolitik, und doch mit den Gedanken um Jahrtausende zurück sinnend, soweit man denn noch die biblischen Geschichten aus den Religionsunterrichten der Kinderund Jugendjahre parat hat.
In Hebron, der streng nach israelisch und arabisch getrennten Uraltstadt der Menschheit angekommen, ist das einzige Ziel aller Reisenden die den 3 Weltreligionen heiligen Stätte Machpela mit den Gräbern der oben Genannten historischen Personen. Um eine Seite der Gräber ist eine Synagoge gebaut, um die andere Seite eine riesige Moschee. Von beiden Gotteshäusern kann man die Gräber durch schusssicheres Glas betrachten, aber die jüdischen Besucher nur von der Synagoge aus, die arabischen nur von der Moschee aus. Ich als mich auszuweisender Christ darf privilegiert beide Seiten genießen, stets kontrolliert, wie man es von Flughäfen kennt.
Im jüdischen Teil quirlte es von Betenden, Thora lesenden Menschen, von Buchregalen, Stühlen und Bänken, ein Gewirr aus Menschen und Mobiliar, aber jeder war für sich allein, es herrschte keine Gemeinschaft, kein Erkennen des Anderen. Ganz anders auf der arabischen Seite. Nach dem obligatorischen "Schuheausziehen“ betrat man dicke Teppiche. Aufgrund der Größe der Moschee herrschte keine Enge und die Leute nickten freundlich, luden ein, suchten Gespräche. Also, man sollte es einmal sehen, aber dann reicht es auch, wenn man wegen der Uraltpatriarchen nicht in religiöse Trance verfallen will.
Fortsetzung folgt!






   Zum Schmunzeln  




siehe “Die Harke” vom 18./19.. Februar 2012
Fachhochschule kommt zurück
Umzug der Polizeiakademie in die Langendammer Kaserne

Nienburg. Bereits im kommenden Sommer-Semester zieht die Polizeiakademie in die Langendammer Clausewitz-Kaserne und findet hier paradiesische Verhältnisse vor. In diesem besonders gesicherten Gebäudekomplex waren in Hochzeiten bis zu 3000 Soldaten stationiert und alle Polizeischüler können hier ein Studium der kurzen Wege absolvieren. Akademiedirektor Johannes-Jürgen Kaul hat neue Perspektiven im Visier und kann seinen Pressesprecher Philipp Steinhoff schnell überzeugen: “Unsere angehenden Ordnungshüter finden ihr Schießtraining und Übungsgelände vor der Tür.” Oberst Frank Baumgard, Kommandeur des CI-MIC-Zentrums, hat nach kurzer, fruchtbarer Bedenkzeit schnell erkannt, welche Stärkung sein Standort hiermit erfährt. Zusammen mit dem Bataillon Elektronische Kampfführung ist dieses “Dreigespann” in Zukunft unschlagbar, der Standort in Zukunft gesichert.
Ex-Dekan Prof. Detlef Hintze erreichte die Nachricht an seinem neuen Dienstort in Oldenburg und er reagierte begeistert. Per E-Mail haben alle Kollegen sofort ihren Antrag auf Rückbeorderung an ihren ehemaligen Dienstort Nienburg in Hannover beantragt. Prof. Wolf-Rüdiger Metje kehrt mit seinem Beton-Labor wieder aus Holzminden zurück, Spediteur Franz Fischer, BDB-Freundeskreis, übernimmt den kostenlosen Rücktransport.
Prof. Wilfried Zapke verschiebt seinen Eintritt in den Vorruhestand und bietet ab sofort zusätzlich “Bauen im Bestand” als zusätzliche Fachvertiefung an. Neben Bachelor und Master wird auch wieder der weltweit anerkannte “Dipl.-Ing.” als Abschluss der Fachhochschule angeboten. Goldene Diplom-Urkunden nach 50-jährigem Examen liegen ebenfalls schon wieder bereit. Bereits im Oktober 2013 feiert dann ganz Nienburg “160 Jahre Baugewerkschule zu Nienburg” mit einem großen Festakt und Ex-Minister Lutz Stratmann als Ehrengast.


Ein Ingenieur, ein Mathematiker und ein Physiker stehen am Fahnenmast der Uni, als ein Professor für Englisch vorbei kommt. Er fragt: “Was machen Sie denn hier?” “Wir haben den Auftrag bekommen, die Höhe der Fahnenstange zu ermitteln”, antwortet einer, “und wir überlegen gerade, mit welchen Formeln man sie berechnen kann.”
“Moment!” sagt der Englischprofessor. Er zieht die Fahnenstange aus der Halterung, legt sie ins Gras, lässt sich ein Bandmaß geben und stellt fest: “Genau sieben Meter.” Dann richtet er die Stange wieder auf und geht. “Philologe!” höhnt der Mathematiker. “Wir reden von der Höhe, und er gibt uns die Länge an.”


Worin besteht der Unterschied zwischen einem TH-Bauingenieur und einem FH-Bauingenieur?
Ein TH-Bauingenieur baut eine Brücke, die stürzt ein und er weiß warum.
Ein FH-Bauingenieur baut eine Brücke, die stürzt nicht ein und er weiß nicht warum.


Zwei bekannte Politiker sitzen in einer Hotellobby und unterhalten sich übers Geldverdienen. Nach einer Weile sagt der eine: Es mag zwar sehr viele Arten geben, sein Geld zu verdienen, aber nur eine ehrliche ...!” Der andere sieht seinen Kollegen erstaunt an. “Welche soll das denn sein”, entgegnet er nach ein paar Sekunden. Sein Gegenüber lächelt und erwidert: “Ich wusste doch, dass Sie die nicht kennen ...!”