100 Jahre Rühmkorffbund
1919 - 2019


Jahreshauptversammlung am 12. Oktober 2019

Zu unserer diesjährigen Bundestagung am 12. Oktober 2019 und Feier des 100-jährigen Jubiläums laden wir alle Mitglieder und Freunde nach Nienburg ein.

10.30 Uhr     Jahreshauptversammlung im Quaet-Faslem- Haus in der Leinstraße 4

Tagesordnung:

TOP  1Begrüßung; Feststellung der Beschlussfähigkeit; Geschäftsbericht des Vorstandes
TOP  2Anträge zu § 8 der Satzung
TOP  3100 Jahre Rühmkorffbund
TOP  4Bericht vom Museum
TOP  5Kassenbericht
TOP  6Erhöhung des Jahresbeitrages
TOP  7Bericht der Kassenprüfer
TOP  8Entlastung des Vorstandes
TOP  9Wahlen gemäß Satzung
TOP 10Ehrungen
TOP 11Verschiedenes

Anträge zu § 8 der Satzung sind bis zum 4. Okt. 2019 beim Vorsitzenden Lüder Beermann, Kirchweg 4, 31628 Landes- bergen schriftlich einzureichen.

12.30 Uhr     Gemeinsames Jubiläums-Büfett im Zeichensaal des Quaet-Faslem-Hauses

Anmeldung bitte mit der Postkarte auf der Rückseite des Freundschaftsbandes.

Der Bundesvorstand



Jubiläums-Büfett
im
Quaet-Faslem-Haus, Leinstr. 4, Nienburg

Suppe (am Tisch serviert)
Niedersächsische Hochzeitssuppe

Kalt-warmes Büfett
Hauptgerichte
Rehragout mit Pfifferlingen
Lachs unter Kräuterhaube
Hähnchenbrust im Serrano-Mantel mit Zitronen-Hollandaise
Beilagen
Spätzle, Basmatireis, gebackene Kartoffeln, frischer Salat der Saison, Butterbohnen, Blumenkohl
Dessert
Bayrische Creme, Kaffee

Getränke
Weißwein Grauburgunder, trocken, Rotwein St. Laurent, trocken, König Pilsener mit und ohne Alkohol, VILSA Gourmet Mineralwasser, Apfelschorle


Preis für das Jubiläums-Büfett inklusive Getränke: 30,00 € pro Person



Achtung!

Auf der letzten Seite dieses Freundschaftsbandes befindet sich eine Anmeldekarte. Bitte diese Karte ausschneiden und ausgefüllt bis zum 4. Okt. 2019 an Klaus-G. Behrmann, Wittekindstraße 8, 32469 Petershagen senden. Anmeldungen per Fax (05705-7585) oder per Mail (info@ruehmkorffbund.de) sind ebenfalls möglich.

Der Festbeitrag ist im Voraus bis zum 10. Okt. 2019 zu bezahlen. Bitte geben Sie bei der Überweisung Personenzahl, Namen, Vornamen und - wenn bekannt - die Mitgliedsnummer an.

Unsere Bankverbindung: Sparkasse Minden-Lübbecke DE54 4905 0101 0081 0001 01
BIC WELADED1MIN



   Rühmkorffkreis Hannover


Bericht von der Jahreshauptversammlung

Zur Jahreshauptversammlung 2018 trafen sich die Mitglieder des Rühmkorffkreises Hannover am 09. Februar 2018 um 19:00 Uhr im Lokal des Central-Hotels am Ernst-August-Platz in Hannover.
Um 20:45 Uhr eröffnete der 1. Vorsitzende, Bbr. Dieter Hellmann die Sitzung. Schriftliche Anträge zur Tagungsordnung der Jahreshauptversammlung lagen nicht vor.
Zunächst legten wir eine Gedenkminute ein für unsere verstorbenen Bundesbrüder: Klaus Ludwig-Lohmann 29.07.2017, Günter Philipp 9.12.2017 und Günter Heimberg 23.01.2018. Es folgten die Berichte des Schriftführers, des Schatzmeisters und des Kassenprüfers. Die Kassenprüfung erfolgte vor der Jahreshauptversammlung im Kaiserhof. Der Kassenprüfer bescheinigte eine ordnungsgemäße, sorgfältige und übersichtliche Kassenführung, keinerlei Beanstandungen! Die Berichte wurden ohne Einwände angenommen.
Unter Leitung von Bbr. Harry Bantelmann wurde dem gesamten Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Die Neuwahl des Vorstandes schloss sich an.
Der bisherige 1. Vorsitzende Dieter Hellmann möchte aus Altersgründen nicht mehr kandidieren und macht folgenden Vorschlag.:
1. Vorsitzender und Schriftführer soll Bbr. Martin Varchmin werden. 2. Vorsitzender und Schatzmeister soll Bbr. Gerhard Mühring werden. Beisitzer und Kassenprüfer soll Bbr. Harry Bantelmann weitermachen. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen.
Der neue 1. Vorsitzende dankte dem Bbr. Dieter Hellmann für seinen langjährigen Einsatz im Vorstand. Er war 27 Jahre im Vorstand, davon 20 Jahre als 1. Vorsitzender. (Siehe Anlage) Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender und Schriftführer Martin Varchmin 2. Vorsitzender und Schatzmeister Gerhard Mühring Beisitzer/Kassenprüfer: Harry Bantelmann Die Bundesbrüder diskutierten im weiteren Verlauf des Abends über die geplanten Sonderveranstaltungen im laufenden Jahr 2018.
Das Spargelessen mit Angehörigen, Verwandten und Freunden soll am 8.Juni 2018 um 18:00 Uhr im Gasthaus „Cafe Steintormasch“ stattfinden. Das Grünkohlessen (keine Wurst) soll am 9.Nov.2018 im Central-Hotel Kaiserhof in Hannover stattfinden.
Um 21:45 Uhr schloss Bundesbruder Martin Varchmin den offiziellen Teil der Versammlung.
Hannover, den 15.02.2018
Der Vorstand:
Martin Varchmin
Gerhard Mühring



Vorstände des Rühmkorffkreises Hannover seit 1948


Jahr 1. Vorsitzender 2. Vorsitzender
Stellvertr. Vors.
3. Vorsitzender
Schriftführer
4. Vorsitzender
Schatzmeister
1948 W. Schlinker F. Jünemann A. Gronemeier Wilh. Meyer
1949-1950 K. Schröder F. Jünemann A. Gronemeier Wilh. Meyer
1951-1952 K. Schröder F. Jünemann Geerd Budde Wilh. Meyer
1953 K. Schröder G. Martin Geerd Budde Wilh. Meyer
1954-1969 K. Schröder G. Martin Geerd Budde W. Labahn
1970-1971 K. Schröder G. Martin K.-H. Wenzel W. Labahn
1972-1973 K. Schröder G. Martin H.-L. Wehrmann W. Labahn
1974-1983 G. Martin H.-L. Wehrmann Georg Förster W. Labahn
1984-1986 G. Martin H.-L. Wehrmann M. Varchmin W. Labahn
1987-1990 H.-L. Wehrmann M. Varchmin K.-L. Lohmann W. Labahn
1991-1992 M. Varchmin D. Hellmann K.-L. Lohmann W. Labahn
1993-1997 M. Varchmin D. Hellmann K.-L. Lohmann G. Mühring
1998-2015 D. Hellmann M. Varchmin K.-L. Lohmann G. Mühring
2016-2017 D. Hellmann M. Varchmin M. Varchmin G. Mühring
2018 M. Varchmin G. Mühring M. Varchmin G. Mühring
Jahre im Vorstand
W. Labahn 37 Jahre G. Mühring 25 Jahre A. Gronemeier 03 Jahre
G. Martin 34 Jahre H.-L. Wehrmann 19 Jahre K.-H. Wenzel 02 Jahre
M. Varchim 34 Jahre Geerd Budde 19 Jahre W. Schlinker 01 Jahr
K.-L. Lohmann 29 Jahre G. Förster 10 Jahre    
D. Hellmann 27 Jahre Wilh. Meyer 06 Jahre    
K. Schröder 25 Jahre F. Jünemann 05 Jahre    



   Rühmkorffkreis Nienburg und BDB  

Klaus Determann
Nostalgie nach der Jahreshauptversammlung am 14.10.2017

Unser Bundesvorstand, Lüder Beermann, hatte es auf der Hauptversammlung und beim anschließenden gemeinsamen Essen angekündigt: Wer Interesse hatte, konnte nach Abschluss der Bundestagung einen finalen Abschlussbesuch des Rühmkorffstübchens im Stockturm machen. Über die Gründe Aufgabe dieses schönen nostalgischen Raumes hatte Lüder Beermann ja ausführlich u.a auch im Freundschaftsband Nr. 2/ 2017 berichtet. Er versprach, dass bei begründetem Interesse an einigen Exponaten im Stockturm diese von Interessenten gern mitgenommen werden könnten, da zukünftig ja kaum Platz für alle Gegenstände vorhanden sein würde, auch nicht im dem Gründer der Bauschule im Quaet Faslem-Haus gewidmeten Raum. Dies vorab. Bei der Besichtigung entdeckte ich zu meiner großen Freude ein gerahmtes Bild mit mir, Baurat Ostermeyer und Kommilitonen aus meinem Examenssemester aus 1963 an einer der dicken Turmmauern. Weiß Gott, wie das da hingekommen ist. Das Bild ist entstanden nach Aufmaßarbeiten anlässlich eines Semesterprojekts im alten Burgmannshof auf dem Weserwall. Heute ist in diesem Traditionsgebäude das Restaurant Hasbergscher Hof untergebracht. Da ich das Bild nun behalten durfte, kamen mir zu Hause beim Betrachten so einige nostalgische Erinnerungen. Wie auf dem Bild zu erkennen, es war eine andere Zeit. Fast alle Kommilitonen tragen Krawatte, einer sogar einen damals durchaus üblichen Hut dazu. Seiner Zeit weit voraus war lediglich Baurat Ostermeyer mit seinem Schlabbermantel. Ja, in diesem Outfit ging es damals in die begehrten Vergnügungstempel, wie Schorse Quellhorst in der Neuen Straße, in die sagenhafte BodegaBar am Scheibenplatz oder auch nach Langendamm in die Erkerbaude. Zu Fuß natürlich, denn ein Auto hatte kaum einer der Kommilitonen damals. Obwohl das sog. Wirtschaftswunder unter Kanzler Adenauer machtvoll zuschlug. Die Angebote an Arbeitsstellen aus der Bauwirtschaft waren überwältigend, sodass es keine Frage war, dass alle Examinanden aus den Hochund Tiefbausemestern eine Anstellung sicher hatten. Und das bei einem für damalige Verhältnisse tollen Anfangsgehalt von 800,00 bis auch 1.000,00 DM. Das war für manchen Kommilitonen nach drei Jahren schwacher Kasse ein Lichtblick für die Zukunft. Das verhießen auch die bei der Feierstunde nach bestandenem Examen zahlreich anwesenden Bräute, die zum Teil, auch mit den Eltern der Studierenden zur Ermöglichung des Studiums und der Aussicht auf zukünftige Einkünfte beigetragen hatten. Aber bei einem unserer Mitkommilitonen war gewaltiges Pech im Spiel. Während die meisten Kommilitonen nun in den Rühmkorffbund eintraten, musste er noch ein Semester lang eine Ehrenrunde drehen. Warum? Er hatte, einen Spickzettel, (wer hatte den nicht?) zusammen mit seiner Prüfungsarbeit abgegeben, was der Schulleitung keine Wahl ließ: Ausschluss und Semesterwiederholung. Es hat dem Kommilitonen Alfons aber im weiteren Leben und seiner beruflichen Entwicklung nicht geschadet. Er wurde ein geachteter Denkmalpfleger in SüdNiedersachsen. Aber für alle StudierendenNachfolger war hiermit klar: Mogeln muss man verstehen! Ach, es wären ja noch so viele Stories anzufügen, so mit Baurat Günther und seinem Pudel, mit Carlo Wiele in der Kneipe, mit Baurat Wessels (Knux) und seinen „Pollygooooooouunpunkten“ auf der Langen Straße, mit BMW und seinem mit Stolz getragenen Mensurschmiss. Aber da hat wohl jeder seine eigenen Erlebnisse und Erinnerungen. Für alle gilt aber sicher: Mann, war Nienburg schön, Mann was ist Nienburg schön!
So, das als Nachschau nach der Bundestagung vom 14.10.2017



Klaus Determann
Baumeister bei OMT

Die Ressoursen dieser unserer Welt sind nicht unerschöpflich ...

Nienburg. Der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure (BDB), Bezirksgrup- pe Nienburg hatte seine Mitglieder sowie den BDB-Freundeskreis zur Besichtigung der GRL Glasrecycling Leeseringen GmbH & Co. KG nach Estorf Leeseringen/Krs. Nienburg eingeladen. BDB-Vorsitzender Diplomingenieur Erwin Adolf und sein 25-köpfiges Team wurden vom stellv. Betriebsleiter Herrn Gerhard Biermann herzlich begrüßt. Bei Kaffee & Kuchen wurde die voll automatisierte Anlage erläutert und geplante Investitionen aus Graz in Österreich vor- gestellt.
Natürliche Ressoursen schonen - dieses war schon immer das größte Anliegen der bereits 1976, gleich nach der Ölkrise gegründeten Firma.
In Zusammenarbeit mit der Nienburger Glashütte, die sich mit der Entwicklung von Sammelsystemen und der „Dienstleistung Glasaufberei- tung“ beschäftigte, entstand diese imposante Fir- ma hier an der Weser. Innovative Ideen und durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit europäischen Anlagenbauern, präsentiert dieser führende Aufbereitungsbetrieb für Altglas seine ausgereifte Technologie: Durch Beimischung von sortiertem und gesäubertem Altglas in allen Farben spart dieses Verfahren bei der Herstellung von Glasverpackungen wertvolle Energie!
Mit dem obligatorischen „Baumeister-Schluck“ dankte BDB-Vorsitzender Erwin Adolf Herrn Gerhard Biermann für den sehr informativen Nachmittag und alle BDB`ler versprachen, in Zukunft alle Metallverschlüsse mit den Gläsern in den Containern zu entsorgen, da der Tonnen- preis/Metall sehr viel lukrativer als der Glaspreis zu Buche schlägt ...



Betriebsbesichtigung:
Glasrecycling Leeseringen


Die „Baumeister“ und deren Freundeskreis besichtigten jetzt die Firma Oelschläger Metalltechnik in Hoya. Sie entwickelt und fertigt Systemelemente und Hubmechanismen für die Büroindustrie. Schweißroboter liefern eine hohe Produktions-Qualität bei atemberaubend schneller Herstellung. OMT bietet Funktionen für ergonomische Arbeitsplätze, die auf die Anforderungen der Anwender ausgerichtet sind. 600 Mitarbeiter produzieren in drei Schichten außer am Sonntag. Die Geschichte des Unterwerkstatt für landwirtschaftliche Maschinen in Hoya. Bereits in den 50er Jahren stieg der Bedarf an Büroeinrichtungen rasant. Dieser Trend wurde von der Gründerfamilie frühzeitig richtig erkannt. „Das Werk mit 20 000 Quadratmetern Produktionsfläche ist ein Paradebeispiel für gelungene Industriearchitektur. Mit diesem Produktionsvolumen gehört diese Firma zu einem der großen Systemlieferanten in Europa, Nord- und Südamerika. Nach der informativen Firmenpräsentation erwartete die Baumeister bei Kaffee und Kuchen eine offene Runde unter Kollegen der Bauwirtschaft“, schreiben die „Baumeister“.



   Beiträge von Mitgliedern  


Klaus Determann
Mit dem Stift durch Nord- und Ostdeutschland

Blicke in Baugeschichte von Nienburg bis Görlitz, von Sylt bis Torgau, von Rinteln bis Leipzig. Warum in die Ferne schweifen•’ Eine Reise in 6 Folgen

Vorwort
Eine mehr als glückliche Fügung hatte es ja 1989/90 möglich gemacht, dass bei manchem noch vorhandene Träume Wirklichkeit geworden sind. Nämlich ungehindert durch das gesamte Deutschland zu reisen und die noch vorhandenen Schönheiten sowohl in der eigenen, engeren Heimat als auch in den bis dahin weitgehend unbekannten Orten in den ehemaligen „Ostgebieten“ zu besuchen und sich umzusehen. Ich habe darauf in diversen Jahren und anlässlich vieler Reisen nach Osten und vieler Aktivitäten „hier zu Hause“ mit meinem Skizzenblock so einiges an Architektur festgehalten. In einer Folge von 6 Beiträgen möchte ich einige dieser „Fotoersatzschnellschüsse“ im Rühmkorffblatt darstellen, komplettiert um einige Niederschriften. Ich möchte diese flüchtigen Skizzen, die z.T. Stress-geplagt, jeweils vor Ort erstellt wurden, nicht für mich behalten, auch, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass ohne Fotoapparat eine viel engere Bindung zum betrachteten Objekt entsteht. Vielleicht geben die Exponate ja etwas Anlass zu besinnlichen Erkennen unserer schönen Städte und kulturellen Erbschaften auch beim Betrachten in diesen Heften.

Die Teile sollen sich wie folgt gliedern:
Teil 1 Prolog•’ Nienburg, Hameln, Potsdam, Wittenberg Teil 2 Hannover, Bautzen, Görlitz
Teil 3 Sylt, Rühle, Rostock, Warnemünde, Dresden
Teil 4 Isernhagen, Langeoog, Flugplatz Hannover, Torgau, Teil 5 Rinteln, Berlin, Halle, Neubrandenburg
Teil 6 Celle, Schillig, Magdeburg, Leipzig•’ Epilog

Teil 1
Nienburg

Zu Nienburg, meiner alten Heimatstadt, zu der ich Lebensbedingt lange Jahre einen vergleichbaren Abstand hatte wie zu den „Neuen Bundesländern“, fallen mir bei jedem der seit nunmehr auch schon wieder vielen Jahren regelmäßigen Besuchen (dank Rühmkorff) immer wieder kleine Zeilen ein. Wie z.B.:
„Kurze oder lange Besuche sind bisweilen vonnöten, ertasten die Jugendzeit von neuem und lassen Wiedererkanntes nicht wieder los. Schritte erfassen sich von selbst und wogende Bäume streicheln die Vergangenheit, lassen die Weser träumend fließen. Aber Städte verändern sich mit den Zeiten, wohltuend, positiv und heil.“
Die Polarität zwischen spätgotischer Fürstenherberge, dem Residenzschloss und ebenfalls gotisch bestimmter, städtischer Marienkirche, alles Turmhaubenbestückt, war Ausgangspunkt einer weltweiten Reform. Auch die Renaissance schuf schöne Giebel. Das alles bedeutet ein schönes Ambiente für die letzte Ruhestätte des Reformators und seines Mitstreiters Philip Melanchton, eine weise Stätte der Geschichte.




Klaus Determann
Mit dem Stift durch Nord- und Ostdeutschland

Teil 2
Wie nah sind sich doch die früher aus der Kindersicht so unendlich entfernt scheinenden Orte geworden. Die wabernde See bei den vorgelagerten Inseln ist per Nabelschnur mit der Kunstbeladenen Hauptstadtmetropole verbunden, kennt das bergige Weserland, Hameln, Rinteln, Bodenwerder mit dem Lügenbaron, ein Sprung nur über Ith und Deister. Leipzig mit dem Riesendenkmal und selbst Görlitz am Schlesien- Rand ist nah dabei, grüßt die Niedersachsenstadt Hannover, die Residenz in Celle und auch den Harz.

Hannover
Türme und Kuppeln bestimmen ganz wesentlich die Silhouette der Stadt und beschützen einen kleinen Rest der in einem Weltenbrand so geschundenen Welfen- Altstadt am hohen Leineufer.
Genauso wie die liebevoll wieder hergestellten klassizistischen Giebelfronten rund um St. Martin und dem Leineschloss.

Bautzen
Hoch über der Spree erheben sich wehrhafte Mauern, Und Gott sei Dank haben alle Türme die Zerstörungswut der ersten Nachkriegsjahrzehnte überstanden. Türme und Dächer, Tore und Portale, Bautzen bekennt sich zur deutschen Geschichte.

Görlitz
Nur ein kleiner Sprung über die Neiße und schon grüßt Schlesien. In der Grenzstadt prunken Fachwerkgezimmerte Häuser mit unzähligen Erkern verziert, detailverspielt unter Sandsteingefügten Türmen, Sakralbauten haben überdauert. Es tut gut, perlende, reine Städte, reiche Architektur und Geschichte zu spüren.

Teil 3

Sylt

Nomen est omen, große Namen sind immer mit großen Stätten verbunden. Hindenburg brachte die Nabelschnur, währen im Inselosten bei Nösse der Hermann Göring residierte. Westerlandbegeistert gab sich Gustav Stresemann als Gast im Miramar. Thomas Mann, Emil Nolde und viele andere prägten mit ihrer Kunst die Insel und ihren Stil. Warum auch nach Capri ausweichen, wie einst Wilhelm II, versinkt der Feuerball doch auch in der Nordsee gen England im Horizont, vermählt sich mit Himmel und Wasser.

Rühle
Weserromantik bei Polle und Rühle. Die Fähre ist auch ein gebautes Werk

Rostock
Die Hansestadt steht stellvertretend für gebaute Stadtkulturen im Norden, angelehnt an die Schwesterstädte Wismar, Schwerin und Greifswald. Der Leuchtturm von Warnemünde kennt Freude, Leid und blinde Wut der Geschichte. Die Renaissance hat historische Wappen in Gemäuer gemeißelt und der Blick schweift über die Ostsee, drüben nach Gedser in Dänemark.

Dresden
Die Kunst hat ist in Dresden „barockkomponiert“, ist versteinert zugegen. Der Zwinger hat sich eine goldene Krone übergestülpt. Die Elbe hat sich Terrassen zugelegt, die Oper erstrahlt im alten Glanz und fleißige Baumeister haben die Frauenkirche Stein für Stein wieder aufgebaut. Das riesige Wandrelief weiß um die ganze Geschichte. Gott sei Dank hat Dresdens Barock überlebt.

Teil 5
Rinteln
Die Weserregion ist durch die Renaissance ge- prägt. Eindrucksvoll, doch im Maßstab klein und überschaulich, von Bodenwerder bis Minden.

Berlin
Berlin hat im günstigsten Fall eine große Tradition, aus ersten Anfängen auf kleinen Inseln im Spreeverlauf bis zur Metropole geschaffen. Herrscherhäuser hinterließen Spuren, Bauepochen sind trotz aller erlittenen Zerstörungswellen, wenn immer möglich, behutsam bewahrt und erhalten, sind Zeugnisse für gelebte Zeiten. Traditionen sind einerseits eine gute Sache. Doch es lohnt nicht, von ihnen zu leben, vielmehr gilt es, solche zu schaffen. Berlin hat im günstigsten Fall Bewohner mit Willen zur Zukunft.

Halle
Halle an der Saale, ein Marktplatz, ein roter Turm, Kirchen, erlebte Vergangenheit. Spitze Türme, auch barock, wehrhaft, trutzen moder- ner Architektur. So belebt auch der Marktplatz täglich wogt, Ruhe strömt die Moritzburg aus, Stein auf Stein gefügt, mit Arkaden und Ziegel- gedeckten Türmen beerbt.

Neubrandenburg
Im Volksmund auf Plattdeutsch ist Nigenbramborg am Tollensesee gelegen, tief im Mecklenburgischen verankert. Hier hatte Fritz Reuter seine Heimat und dichtete eben nach des Mundes Art. Die mittelalterlichen Befestigungen sind allgegenwärtig, wiesen einst 4 Tore auf, welche von Wiekhäusern bewacht wurden. Im Stadtinnern stolzt St. Georg trotz hölzernem Dach mit barocken Details. Im Übrigen ist der Backstein das vorherrschende Material der niedrigen Häu- ser für die bodenständige Bevölkerung.

Teil 6

Celle
Die Residenz der Welfen an der Aller, Kriegsverschont und daher im Prunk der Renaissance und des herausgestellten Wollens zu Adel und Fürstlichkeit. Eine solche Altstadt wünscht sich so manch ein Kommunalpolitiker, wünschen sich vor allem sehende und denkende Bürger überall in oft zerstörter Vergangenheit. Man denke nur an die Landeshauptstadt Hannover.

Magdeburg
Hoch recken sich die Türme am Magdeburger Dom. Selbst die Zaren aus Russland suchten das imposante Gebäude auf, bestaunten die reichen Ornamente der Gotik. Diese Kathedrale bestimmt die Kulisse, begrüßt die Elbe und wünscht dieser ein gutes Weiterkommen bis hin zum wogenden Meer.




Klaus Determann
Eine Reise nach Jerusalem,

einer Stadt aus Sandstein erbaut – Ostern 2017 Reise in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Ja, wieder einmal hat die so unwahrscheinlich anziehende, geschichtlich einmalige Region gerufen. Einmal so ganz ohne Gruppe, ohne Gän- gelung und ohne Ziel und fester Ablaufplanung durch Jerusalems Altstadt schlendern, Ostern dort zu erleben und in die Westjordangebiete fahren, „Westbank“ sagt man ja auch oder fälschlicherweise Palästina (das ist ja viel mehr, das ist ja das gesamte Gebiet vom Libanon über Syrien, Israel, Westbank, Jordanien und Gaza), dort nach Hebron im gesicherten Autobus gelangen, ja das war der Wunsch und die Voraussetzung für einen Trip dorthin. Ohne auf zu viel: „das war so und dann und dann“, einzugehen, es würde ja nur langweilen, greife ich einmal ein paar sicher ungewöhnliche und auch spektakuläre Ereignisse meines Besuches in Israel über Ostern dieses Jahres heraus:

Ostersonntag in der Grabeskirche Ja, und so kommt ein, zugegeben frommer Christ, dann zu einem traumhaften, so nicht vorgehabten und vorgestellten Erlebnis. Beim Annähern an die Grabeskirche, so am Ostersonntag um 10.00 Uhr morgens, erkennt man: Alles abgesperrt, alles voller drängender Menschenmasse und der irgendwie aufgeschnappten Erklärung, dass wegen eines Gottesdienstes die Kirche vorerst geschlossen bleibt, streng bewacht von irgendwelchen Uniformierten hinter Baustel- lengittern. Na, da gelingt mir ein Husarenstück, denn mit Baustellengittern kenne ich mich aus. Also Armgelenke ausgefahren, quer durch die Menge bis an das Gitter und zwar direkt am Eingang zur Kirche, dann ein kurzer Blick nach al- len Seiten, allen Mut zusammen genommen, Gitter angehoben aus dem Betonblock, durch, Gitter wieder rein in den Betonblock, die Uniformierten streng angeschaut und mit fester Stimme: All OK? Any Problems? Die nahe stehenden Gards guckten verblüfft, dachten wohl: Entweder ist es ein General oder der Teufel, mir egal, rein in die Kirche und in der dortigen Menge verschwunden. Das soll mir erst einmal einer nachmachen. Aber unverzüglich erfasste mich die heilige Ehrfurcht vor den Heiligtümern, gleich hinter dem Eingang (für Kenner: Der Salbungstein). Dann linker Hand: Das Hl. Grab, runderneuert und gerüstlos steht es da in aller Herrlichkeit, soweit die Menschenmasse den Blick freigibt. Dann wird realisiert, dass direkt vor dem Hl. Grab ein christlicher Gottesdienst stattfindet, zelebriert von jemandem mit Mitra, also muss es ein Bischof sein. Es stellt sich heraus, dass es der oberste Vertreter des Vatikan in Jerusalem ist, der Erzpriester der Basilika des Hl. Grabes. Donnerwetter, was für ein Dusel. Aber es kommt noch besser. Nach Beendigung des eigentlichen Gottesdienstes erfolgt eine Prozession der Gottesleute einschl. Erzpriester um das Hl. Grab. Alle Umstehenden werden ziemlich brutal zurück gedrängt, nur ich lasse wieder Arme steif werden und ausfahren, nix da, ich bleibe stehen, wo ich bin. Klappt irgendwie. Da kommt die Prozession, inmitten der Erzpriester, alle paar Meter stockend wegen der vielen Leute und dann, ich kann es nicht verleugnen, die Situation übermannt mich, denn der Erzpriester kommt direkt neben mir zu stehen, Schulter an Schulter. Ich hab noch den Mut, ihn zu fragen, ob ich das fotografieren dürfte. Ich durfte. Dann ein Lächeln des hohen frommen Herrn, eine ausgestreckte Hand seinerseits und der Wunsch an mich: Happy Eastern: Hatte ich! In der Nachbearbeitung des Erlebten erfolgt dann ein besonderer Gruß meinerseits an Helena, der Mutter Kaiser Konstatins, welche im Jahr Dreihundertundsoundsoviel die heiligen Stätten ausgraben ließ und somit oben geschildertes Erlebnis für mich erst möglich machte. Alles andere entnehmen Interessierte dem Bericht: Jerusalem, die schönste Stadt der Welt, Freundschaftsband Nr. 2 aus September 2014.

Neues Jerusalem. Die Stadt aus Sandstein
Im Vergleich mit anderen Großstädten fällt auf, dass so gut wie alle Gebäude aus dem wohl heimischen Sandsteinmaterial erstellt wurden, die Fassaden entweder aus Sandsteinquadern monolithisch gemauert, oder mit Sandsteinplatten behängt. Dadurch erfährt die ganze Stadt eine merkwürdige, ja würdige Atmosphäre. Es „regt nichts auf“, es ist alles da und stumm und stolz, mit Ausnahme einiger Großhotels, die zumindest versuchen, durch andere Materialien eine gewisse Modernität und einen Weltstadtcharakter darzustellen. Aber, es tut unheimlich gut, durch diese „Sandsteinwüsten“, im besten Sinne zu verstehen, zu schlendern und nur durch eifriges Studium der kleinen Schilder an den Ladeneingängen auf deren Angebote hingewiesen zu werden, ohne den Glitzerglanz und die Reklamen der westliche Städte, so wie wir sie kennen.

Hebron
Der Ausflug in die Westbank war ein bewusst in Kauf genommenes Abenteuer. Hebron liegt zwar nur etwa 35 km von Jerusalem entfernt, aber von der Abfahrt mit dem mit schusssicherem Glas versehenen Autobus von der Central-Busstation an der Java-Str. in Jerusalem bis zur Grabstätte der großen Patriarchen der 3 großen Weltreligionen, Judentum, Christentum und Islam, nämlich Abraham mit Frau Sara, Issak mit Rebecca und Jakob mit Lea, vergehen wegen der vielen Kontrollpunkte, Checkpoints, und der langsamen Fahrt doch gut 2 Stunden. Befürchtete Angriffe der Westbank-Bewohner mit Steinen etc. blieben Gott sei Dank aus. Aber es ist schon eine beklommene Stimmung, hier im Au- tobus mit abgesperrten Türen und links und rechts die felsigen Gelände, von einzelnen kleineren Ortschaften der Westjordanier als besie- delt zu betrachten oder von Mauer- und Stacheldrahtverhauen umgebenen israelischen Siedlungen begleitet. Eine im Prinzip Wahnsinnsfahrt durch aktuellste Weltpolitik, und doch mit den Gedanken um Jahrtausende zurück sinnend, soweit man denn noch die biblischen Geschichten aus den Religionsunterrichten der Kinder- und Jugendjahre parat hat.
In Hebron, der streng nach israelisch und arabisch getrennten Uraltstadt der Menschheit angekommen, ist das einzige Ziel aller Reisenden die den 3 Weltreligionen heiligen Stätte Machpela mit den Gräbern der oben Genannten historischen Personen. Um eine Seite der Gräber ist eine Synagoge gebaut, um die andere Seite eine riesige Moschee. Von beiden Gotteshäusern kann man die Gräber durch schusssicheres Glas betrachten, aber die jüdischen Besucher nur von der Synagoge aus, die arabischen nur von der Moschee aus. Ich als mich auszuweisender Christ darf privilegiert beide Seiten genießen, stets kontrolliert, wie man es von Flughäfen kennt.
Im jüdischen Teil quirlte es von Betenden, Thora lesenden Menschen, von Buchregalen, Stühlen und Bänken, ein Gewirr aus Menschen und Mobiliar, aber jeder war für sich allein, es herrschte keine Gemeinschaft, kein Erkennen des Anderen. Ganz anders auf der arabischen Seite. Nach dem obligatorischen „Schuheausziehen“ betrat man dicke Teppiche. Aufgrund der Größe der Moschee herrschte keine Enge und die Leute nickten freundlich, luden ein, suchten Gespräche. Also, man sollte es einmal sehen, aber dann reicht es auch, wenn man wegen der Uraltpatriarchen nicht in religiöse Trance verfallen will.
Fortsetzung folgt!






   Zum Schmunzeln  




siehe “Die Harke” vom 18./19.. Februar 2012
Fachhochschule kommt zurück
Umzug der Polizeiakademie in die Langendammer Kaserne

Nienburg. Bereits im kommenden Sommer-Semester zieht die Polizeiakademie in die Langendammer Clausewitz-Kaserne und findet hier paradiesische Verhältnisse vor. In diesem besonders gesicherten Gebäudekomplex waren in Hochzeiten bis zu 3000 Soldaten stationiert und alle Polizeischüler können hier ein Studium der kurzen Wege absolvieren. Akademiedirektor Johannes-Jürgen Kaul hat neue Perspektiven im Visier und kann seinen Pressesprecher Philipp Steinhoff schnell überzeugen: “Unsere angehenden Ordnungshüter finden ihr Schießtraining und Übungsgelände vor der Tür.” Oberst Frank Baumgard, Kommandeur des CI-MIC-Zentrums, hat nach kurzer, fruchtbarer Bedenkzeit schnell erkannt, welche Stärkung sein Standort hiermit erfährt. Zusammen mit dem Bataillon Elektronische Kampfführung ist dieses “Dreigespann” in Zukunft unschlagbar, der Standort in Zukunft gesichert.
Ex-Dekan Prof. Detlef Hintze erreichte die Nachricht an seinem neuen Dienstort in Oldenburg und er reagierte begeistert. Per E-Mail haben alle Kollegen sofort ihren Antrag auf Rückbeorderung an ihren ehemaligen Dienstort Nienburg in Hannover beantragt. Prof. Wolf-Rüdiger Metje kehrt mit seinem Beton-Labor wieder aus Holzminden zurück, Spediteur Franz Fischer, BDB-Freundeskreis, übernimmt den kostenlosen Rücktransport.
Prof. Wilfried Zapke verschiebt seinen Eintritt in den Vorruhestand und bietet ab sofort zusätzlich “Bauen im Bestand” als zusätzliche Fachvertiefung an. Neben Bachelor und Master wird auch wieder der weltweit anerkannte “Dipl.-Ing.” als Abschluss der Fachhochschule angeboten. Goldene Diplom-Urkunden nach 50-jährigem Examen liegen ebenfalls schon wieder bereit. Bereits im Oktober 2013 feiert dann ganz Nienburg “160 Jahre Baugewerkschule zu Nienburg” mit einem großen Festakt und Ex-Minister Lutz Stratmann als Ehrengast.


Ein Ingenieur, ein Mathematiker und ein Physiker stehen am Fahnenmast der Uni, als ein Professor für Englisch vorbei kommt. Er fragt: “Was machen Sie denn hier?” “Wir haben den Auftrag bekommen, die Höhe der Fahnenstange zu ermitteln”, antwortet einer, “und wir überlegen gerade, mit welchen Formeln man sie berechnen kann.”
“Moment!” sagt der Englischprofessor. Er zieht die Fahnenstange aus der Halterung, legt sie ins Gras, lässt sich ein Bandmaß geben und stellt fest: “Genau sieben Meter.” Dann richtet er die Stange wieder auf und geht. “Philologe!” höhnt der Mathematiker. “Wir reden von der Höhe, und er gibt uns die Länge an.”


Worin besteht der Unterschied zwischen einem TH-Bauingenieur und einem FH-Bauingenieur?
Ein TH-Bauingenieur baut eine Brücke, die stürzt ein und er weiß warum.
Ein FH-Bauingenieur baut eine Brücke, die stürzt nicht ein und er weiß nicht warum.


Zwei bekannte Politiker sitzen in einer Hotellobby und unterhalten sich übers Geldverdienen. Nach einer Weile sagt der eine: Es mag zwar sehr viele Arten geben, sein Geld zu verdienen, aber nur eine ehrliche ...!” Der andere sieht seinen Kollegen erstaunt an. “Welche soll das denn sein”, entgegnet er nach ein paar Sekunden. Sein Gegenüber lächelt und erwidert: “Ich wusste doch, dass Sie die nicht kennen ...!”